Lindos-Marienkirche

Mitten im Dorf erhebt sich eine weitere Sehenswürdigkeit von Lindos, eine kleine weißgetünchte Kirche aus der Ritterzeit. Die Ritter von Rhodos errichteten der heiligen Jungfrau Maria dieses bescheidene, im byzantinischen Stil gehaltene Kirchlein, an dessen Turm die Jahreszahl 1484-1490, sowie die Wappen des externer Link Johanniter-Ordens und ihres externer Link Großmeisters Pierre d'Aubusson eingemeißelt sind. Nach byzantinischer Art wurde das Gebäude über dem Grundriss eines griechischen Kreuzes angelegt, über dessen Vierungs-Quadrat (Mittelpunkt der sich kreuzenden Längsbauten) sich eine leicht erhöhte Tambourkuppel mit achteckigen Querschnitt erhebt.
Der Fußboden des Innenraums besticht durch sein kunstvoll verlegtes schwarz-weißes Kieselmosaik nach lindischer Art.
Die Innenwände, die Tonnengewölbe und die Tambourkuppel sind mit nachempfundenen byzantinischen Fresken von 1779/80 geschmückt, die Gregor von Simi geschaffen hat.

Simi ist eine kleine Insel nordwestlich von Rhodos, die hervorragende Beispiele byzantinischer Freskenmalerei besitzt.

Im Eingangsbereich links in einem kleinen Nebenraum befinden sich noch Fresken aus früherer Zeit - vielleicht aus der Gründungszeit. Der Altarraum mit seiner runden Apsis im Osten wird durch eine prachtvolle
externer Link Ikonostase vom Kirchenraum getrennt, die mit kostbaren Silberschmiedearbeiten geschmückt ist, hinter denen die Ikonen eingelassen sind.

Der Text wurde dem Reiseführer "Rhodos" vom Polyglott-Verlag Dr. Bolte KG München, 1972, entnommen.
ISBN3-493-60806-3

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