HB1. Das Antigravitationsschiff wäre unmöglich zu steuern und schwer zu stabilisieren
#1
Copyright Dr. Ing. Jan Pająk

HB1. Das Antigravitationsschiff wäre unmöglich zu steuern und schwer zu stabilisieren

Bei jeder Art von Feld kann die Erzeugung von Antriebskräften erreicht werden entweder durch die Wechselwirkung der Kraftlinien dieses Feldes oder durch die Nutzung von Verdrängungserscheinungen, die sich aus dem Gradienten dieses Feldes ergeben. Im Falle von Magnetfeldern erzeugen ihre Kraftlinien und Richtungen der fallenden /sinkenden/ Gradienten eine Art von sich kreuzenden, multidimensionalen Netzen, die eine leichtes Manövrieren des diese Netze nutzenden Raumschiffs gestatten. Deshalb kann die Magnokraft, die dieses Feld ausnutzt, mit der Situation eines Affen verglichen werden, der sich im tropischen Dschungel bewegt. /wörtlich: verlagert/

Abhängig davon, in welche Richtung sich der Affe bewegen /verlagern/ will, wählt er einen entsprechenden Zweig aus, der in diese Richtung verläuft. Im Falle eines Gravitationsfelds (und also auch Antigravitationsfelds), verbreiten sich die Kraftlinien und die Richtung des fallenden Gradienten auf dieselbe Weise. Das macht jedwedes Fahrzeug manövrierunfähig, das sie zu Antriebszielen nutzen wollen würde. Das kosmische Schiff, das diese Felder nutzt, wäre also vergleichbar mit einer Spinne, die sich nur entlang eines einzigen Fadens bewegen kann, an dem sie hängt. Es wäre nicht imstande, sich in andere Richtungen als nach oben oder unten zu bewegen.

Die Anwendung des Antigravitationsfeldes zu Antriebszwecken würde auch Probleme mit der Stabilisierung des dies nutzenden Raumschiffs erzeugen. Veranschaulicht wird dies durch das vorige Beispiel der an einem Faden hängenden Spinne. Wenn sie sich nämlich beginnt zu wirbeln oder zu schwenken, wird es keine Möglichkeit geben, diese ihre Bewegung zu stoppen. Darüber hinaus scheint es eine schwierige Aufgabe zu sein, so ein Schiff vor dem Umkippen zu bewahren. Das würde an die Bemühung erinnern, sich selbst an den eigenen Haaren hochzuziehen. Niemand von den Anhängern der Antigravitation war bisher imstande, ein befriedigendes technisches Konzept vorzuschlagen, das wenigstens teilweise so weit entwickelt ist, wie dies im Zusammenhang mit der Magnokraft durchgeführt wurde (siehe Kapitel F der vorliegenden Monographie und der Monographie [1/3]), und das die Prinzipien des Fliegens und Manövrierens eines Antigravitationsschiffes erläutern würde.

Sicherlich ist einer der Gründe dafür, dass die Lösung des Problems mit dem Manöver und der Stabilisierung des Antigravitationsschiffes physisch einfach nicht möglich ist, wie das im vorliegenden Kapitel vorgestellt wurde. Zum Obigen kann man noch den interessanten Aspekt hinzufügen, dass die Arbeitsweise des betreffenden Antriebs über die verwendete Gestalt des Vehikels entscheidet (siehe Unterkapitel F4 der vorliegenden Monographie und der Monographie [1/3]. Im Falle der Antigravitation würde die Gestalt das Raumschiffes an eine Birne oder einen Ballon erinnern. Unterdessen reden verschiedenste dilettantische Konstrukteure ihren Publikum ein, dass das Antigravitationsschiff die einem UFO ähnelnde Gestalt eines Tellers einnehmen würde. Das kann bedeuten, dass gemäß den Schlussfolgerungen aus Unterkapitel A3 der vorliegenden Monographie die Ansichten dieser Konstrukteure inspiriert und gezielt manipuliert wurden, um damit unsere Aufmerksamkeit von den wirklichen Funktionsprinzipien der UFOs abzulenken.

Die vereinzelten Anhänger der Antigravitation, die sich der Unmöglichkeit des Manövrierens eines solchen Schiffes bewusst sind, postulieren gewöhnlich die Notwendigkeit der Kombination des Antigravitationsantriebs mit einer anderen Art von Antrieb. Die Antigravitation würde das Schiff entlang der Kraftlinie des Gravitationsfeldes ziehen, während ein anderer Antrieb in die übrigen Richtungen wirken würde. Bei diesen Spekulationen  wird der wesentliche Punkt übersehen. Dieser Punkt ist, dass das Manövrieren des Raumschiffes und die Richtungsänderung seines Flugs genau so große Antriebskräfte erfordert wie ihr Aufstieg. Praktisch kann im kosmischen Raum jeder absichtliche Flug (nicht mit dem inertialen Flug verwechseln) als Manövrieren klassifiziert werden.

Daher müsste der „andere“ Antrieb, der für das Manövrieren des Antigravitationsschiffes notwendig ist, dieselbe Kraft wie der antigravitative Antrieb besitzen. Aus welchen Gründen also wäre eine Versorgung eines Raumschiffes mit zwei Antrieben derselben Kraft berechtigt – was offensichtlich sein Gewicht erhöhen und wertvollen Platz einnehmen würde. Schließlich würde eine Versorgung mit einem Antrieb ausreichen, der alle Funktionen erfüllen würde, d.h. nicht nur den Aufstieg, sondern auch das Manövrieren. Dieser eine Antrieb könnte jedoch nicht der Antigravitationsantrieb sein, sondern jener andere, zusätzliche zum Zwecke des Manövrierens (gegenwärtig ist bereits bekannt, dass der rein magnetische Antrieb alle Anforderungen erfüllt, vorgesehen zur Verwendung in der Magnokraft).

Die Versorgung eines Vehikels mit zwei unabhängigen Antriebssystemen wäre auch technisch sehr schwer, wenn nicht ganz unmöglich. Jeder andere Antrieb hat seine eigenen Anforderungen an die Gestalt des Raumschiffes, das ihn benutzt, an seine Konstruktion, Funktionsweise, Energieressourcen usw. Oft sind diese Anforderungen gegensätzlich zueinander. Zum Beispiel könnte die Magnokraft nicht zusätzlich mit einem Raketenmotor versorgt werden, weil das Zentrum dieses Vehikels schon durch den magnetischen Hauptantrieb besetzt ist. Es ist also vollkommen unrealistisch zu erwarten, dass der Antigravitationsantrieb eine leichte Verbindung mit einem anderen Antriebssystem gestatten würde.

Würde jemand versuchen wollen, die Anhänger der Antigravitation zu überzeugen, dass Flugzeuge mit allen Eigenschaften von Flussschiffen versorgt sein müssen, weil sie manchmal dank dessen flussabwärts driften würden, würde das als guter Witz angenommen werden. Dabei ist ihre eigene Vision des Antigravitationsschiffes, versorgt mit einem zusätzlichen Antrieb, der ihm das Manövrieren gestattet, das genaue Pendant zu diesen „driftenden Flugzeugen“.

=> HB2.
Antworten to top



Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste