I4.1.1. Beispiele der repräsentativsten Moralgesetze
#1
Copyright Dr. Ing. Jan Pająk

I4.1.1. Beispiele der repräsentativsten Moralgesetze

Schauen wir die repräsentativsten Beispiele der Moralgesetze durch, deren Inhalt schon gelang zu definieren. Im vorliegenden Unterkapitel berühre ich ihre ganze Breite. Meiner Meinung nach repräsentieren sie fast alle grundlegenden Arten dieser Gesetze. Daher sollten sie dem Leser einen guten Überblick geben, worauf diese Gesetze beruhen. Während des Kennenlernens müssen einige interessante Regeln beachtet werden, deren ganze Zusammenfassung Gegenstand des nächsten Unterkapitels I4.1.2 sein wird. Beispielsweise die am meisten ins Auge springende Regel ist, dass sich jedes Moralgesetz aus irgendeinem allgemeineren Grundsatz des Wirkens des Universums ergibt, der gewöhnlich einen philosophischen Charakter hat. Jener Grundsatz ist darüber hinaus diese Quelle sowohl einer Reihe von detaillierten Moralgesetzen als auch einiger detaillierter physikalischer Gesetze. Die zweite ins Auge springende Regel der Moralgesetze ist, dass fast jede von ihnen irgendeinem uns schon bekannten physikalischen Gesetz sehr ähnlich ist. Deshalb ist es sehr ähnlich dem, was die Menschen schon identifizierten und kennenlernten (wenn wir das physikalische Gesetz noch nicht kennen, das dem entsprechenden Moralgesetz ähnlich ist, bedeutet das, dass das entsprechende physikalische Gesetz bisher noch nicht entdeckt wurde.
Sicherlich schöpfen die hier aufgelisteten Gesetze nicht alle Moralgesetze aus und repräsentieren sie nicht vollständig, gibt es doch im Wirken eine riesige Anzahl von Moralgesetzen und bestimmt reichen sie zur Beschäftigung von zahlreichen Generationen von Totalizten aus, bevor alle von ihnen identifiziert und beschrieben sind. Eine kleine Ahnung, wie viele Moralgesetze existieren können, gibt uns die Fülle von physikalischen Gesetzen, die bereits bekannt geworden sind, weil jedes physikalische Gesetz einfach ein schwerwiegendes Pendant des entsprechenden Moralgesetzes ist und vice versa (d.h. die physikalischen und die moralischen Gesetze erfüllen den Debroglischen Grundsatz der Symmetrie der Natur).
Man kann sogar neue moralische Gesetze kennenlernen durch eine gewöhnliche Übersetzung der physikalischen Terminologie der physikalischen Gesetze in die moralische Terminologie der Moralgesetze. Zum Beispiel kann man den physikalischen Begriff „Energie“ in den moralischen Begriff „moralische Energie“ übersetzen; den physikalischen Begriff „Kraft“ in den moralischen Begriff „Gefühl“ oder „Emotionen“; den Begriff „Weg“ oder „Verlagerung“ in „Motivation“; „Bewegungsart“ in „eingestandene persönliche Philosophie“ (z.B. „lineare Bewegung“ in Philosophie des Totalizmus“, dagegen „Wirbelbewegung“ in „Philosophie des Parasitentums“); den Begriff „Beschleunigung“ in „Verantwortung“; „Masse“ in „Intelligenz“; „Gravitation“ oder jedes andere physikalische Feld in „moralisches Feld“ u.ä.
Hier nun Beispiele der Moralgesetze, deren Existenz uns schon bekannt ist:
1. Grundsatz Ursache und Wirkung.
Dies ist eine der grundlegendsten philosophischen Grundsätze des intelligenten Universums, aus dem sich viele detaillierte moralische und physikalische Gesetze ableiten. Es bestätigt, dass die „Intitiative immer eine Antwort herausfordert“. Oder dass die „Aktion immer eine Reaktion herausfordert“. Um zu erklären, was dies bedeutet, welche Erscheinung auch immer in unserem Universum ihren Platz findet, immer fordert diese Erscheinung (bzw. „Ursache“) auch das Kommen der ihr entsprechenden Anti-Erscheinung (bzw. „Wirkung“) heraus. Bedienen wir uns hier schon bekannter Beispiele, um dies genauer zu erklären:
– Aktion und Reaktion.
Alle Tätigkeiten mit aktiver Kraft (Aktion) sind auch mit dem Entstehen der entsprechenden Widerstandskraft (Reaktion) verbunden.
– Beschleunigungskräfte und Trägheit.
Unter den physikalischen Erscheinungen muss die Induzierung der Beschleunigungskraft immer begleitet sein von den Kräften der Trägheit, die jener Beschleunigungskraft entgegenwirkt.
– Generierung der Energie in der physischen Welt.
Diese Generierung muss gleichzeitig immer von dem Aufwand der gleichgewichtigen Portion irgendeiner anderen Energie begleitet sein.
Aus dem Grundsatz von Ursache und Wirkung ergeben sich viele verschiedenste detaillierte Gesetze. Im Falle der physikalischen Gesetze kann ein Beispiel für ihre Manifestation das „Bilanzgesetz“ sein, das feststellt, dass „das Ankommende immer das Abgehende balanciert.“ Auch im Falle der Moralgesetze ist dieser Grundsatz die Quelle ihrer ganzen Bandbreite. Besprechen wir nun die wichtigsten jener detaillierten Moralgesetze, die sich aus dem Grundsatz Ursache Wirkung ergeben.
1A. Das Bumeranggesetz.
Es ist eines der fundamentalsten Moralgesetze. Es wirkt mit eiserner Hand und ist besonders rücksichtslos, wenn es mit seiner Wirkung strafend allen unmoralischen Sündern zufällt. Deshalb müssen wir bei allem, was wir tun, vor allem mit dessen Konsequenzen rechnen. Es legt fest, dass „welches Gefühl jemand auch immer bei anderen hervorruft, er genau dasselbe Gefühl nach einer nicht näher umrissenen Zeit der Rückgabe auch bei ihm hervorgerufen wird.“ Weil, übereinstimmend mit dem, was im Kapitel I5.7 festgestellt wird, unsere Gefühle wiederum die Ereignisse modifizieren, mit denen wir berührt sind, übersetzen Hinduismus und Christentum das Wirken des Bumeranggesetzes mit der angenäherten Feststellung, dass „der was auch immer jemand anderem antut, dasselbe auch ihm angetan wird.“ (z.B. „Wer mit dem Schwert Krieg führt, wird durch das Schwert umkommen.“)
Das Konzept der Dipolaren Gravitation erklärt solche eine Formulierung dieses Gesetzes als angenähert, weil es verdeckt, dass der folgende Wirkungsmechanismus in jeden Fall seinen Platz hat: „Was immer jemand einem anderen antut, setzt dies bei anderen Gefühle frei, die in das Karma des Tuenden eingeschrieben werden. In der Folge setzt das Karma beim Tuenden genau dieselben Gefühle während zufälliger Ereignisse ähnlicher Natur frei. Diese Gefühle wiederum modifizieren den Fluss jener zufälligen Ereignisse auf der Grundlage, wie das ähnlich die Magie tut, was zu dem Endresultat führt, dass dasselbe auch ihm angetan wird.“
Nicht in jeder Situation wird dieser Mechanismus ganz freigesetzt – obwohl er faktisch fehlerlos in vielen Lebenssituationen wirkt. Deshalb auch würde in Übereinstimmung mit dem Konzept der Dipolaren Gravitation die richtige Formulierung anders klingen, z.B., dass „ Wer mit dem Schwert Krieg führt, der kommt um durch etwas, was sich genauso anfühlt, wie mit einem Schwert erschlagen zu werden.“
Das Bumeranggesetz ist das moralische Pendant zu einer Reihe von physikalischen Gesetzen, die aus dem Grundsatz Ursache und Wirkung hervorgehen. Beispielsweise ist es das physikalische Pendant des „Gesetzes der Balance“, das so etwas festlegt wie: „Das, was abfließt, muss genau balanciert sein mit dem, was zufließt.“ Das Wirken des Bumeranggesetzes beruht darauf, dass während des Handelns, das irgendwie andere Menschen berührt, wir selbst immer eine Konversion der physikalischen Energie in moralische Energie herbeiführen (d.h. wir führen einen Wandel unseres Handelns in moralische Energie herbei.) Später will sich jene moralische Energie wieder in Handeln zurückwandeln und wartet nur auf die Gelegenheit, wann sie jenen Wandel durchführen kann. Natürlich generiert unser Handeln, unabhängig vom Energiewandel, auch in der Gegen-Welt einen entsprechenden Algorithmus des „Karmas“, der beschreibt, wie jene moralische Energie sich in Handeln zurückwandeln kann. Die moralische Energie kann, zusammen mit den Karmaalgorithmen, verglichen werden mit der Druckluft (oder saugende) in einer Flasche, die stufenweise den Korken herausdrückt, oder mit einer Feder in alten mechanischen Uhren, die sich stufenweise ausdehnte und dabei jene Uhr in Bewegung setzte.
Wenn sich daher eine Möglichkeit in unserer Umgebung ergibt, aktiviert sich diese moralische Energie durch diese Karmaalgorithmen und setzt einen Handlungsmechanismus frei, der in uns ein Gefühl freisetzt, das ein Spiegelbild der Gefühle sein wird, die original jene Energie erzeugte. Auf diese Weise verursacht die Mobilität der moralischen Energie, dass so schnell, wie sich so eine Möglichkeit ergibt, dasselbe Gefühl, welches wir auch immer in anderen auslösten, durch andere genauso in uns selbst ausgelöst wird.
Die Wirkung des Bumeranggesetzes ist der Beweis für den Fakt, dass jeder unserer Gedanken, alle Einstellungen, Gefühle oder Handlungen eine besondere Art von ausführendem Algorythmus generiert, der in unserem Register niedergeschrieben bleibt und der in den östlichen Philosophien „Karma“ genannt wird (in den europäischen Kulturen ist dieser Algorythmus meistens als „Vorbestimmung“ beschrieben; weil er Gefühle präzise definiert, die aus den beschriebenen Ereignissen erfolgen, werden wir nicht imstande sein, ihnen in unserem Leben zu entrinnen und die uns daher in der Zukunft berühren müssen).
Dieses Karma wirkt nach dem Einschreiben in unsere „Registratur“ wie eine Art „Magnet“, der die Ereignisse zu uns heranzieht, die zur Generierung der Gefühle geeignet sind, die ihn ihm verzeichnet sind. (Was das „Register“ ist, erklären die Unterkapitel I5.2 und I5 genauer – an dieser Stelle genügt anzunehmen, dass es etwas ist, was die Religionen „Seele“ nennen.) Wenn also eines von diesen Ereignissen, dass unserem Karma entspricht, in unserer unmittelbaren Nähe realisiert wird, verursacht unser Karma, dass wir von seinen Ergebnissen berührt werden. Die Berührung mit den Ergebnissen des Ereignisses führt wiederum dazu, dass das ihm entsprechende Karma sich aus unserem Register in das Register der Person transferiert, die für die Freisetzung dieses Ereignisses verantwortlich ist.
Auf diese Weise geht das bei uns eingeschriebene Karma, das nur ein Mal an uns realisiert wird, nicht verloren, sondern geht nach der Realisierung an uns zur nächsten Person über, die für die Freisetzung des uns berührenden Ereignisses eben verantwortlich war.
Das Karma geht also niemals verloren, es wechselt nur seinen Träger. Um hier ein Beispiel zu geben, ein Mörder wird in seinem Register einen Eintrag ertragen müssen, der verursacht, dass sobald er sich in einer Situation befindet, in der in seiner Umgebung irgendeine Form des Mords ausgeführt werden soll, er das Objekt werden wird und selbst alle Gefühle, die sein Opfer damals empfand, durchleben muss.
Natürlich kann es vorkommen, dass sein ganzes Leben verläuft, ohne dass sich eine solche Situation an ihm aufklärt. Dann verbleibt sein Karma in seinem Register bis zum nächsten Leben erhalten. Wenn am Ende an ihm ein Mord verübt wird, wird sein Karma in das Register des Mörders überschrieben, der ihn tötete. Dann wird der nächste Mörder an sich die Realisierung heranziehen usw. So eine Reihe ähnlicher Ereignisse nennen wir „karmische Kette“.
Es ist wert hier auch zu unterstreichen, dass das Bumeranggesetz über die Rückgabe an uns nicht unserer Taten informiert, sondern der Gefühle und Einstellungen, die unser Handeln in anderen Menschen auslösen. Das ist also der Grund, dass alle Gefühle mit der Zeit erwidert werden (obwohl nicht unbedingt von ihrem originalen Objekt).
Besonders schnell kann man das bemerken bei intensiveren Gefühlen – beispielsweise großer Liebe, Hass oder fehlendem Respekt, aber auch allen Gruppengefühlen – zum Beispiel Rassismus, Erhöhung über andere, fehlende Toleranz, Fanatismus u.ä. Solche Gefühle werden fast sofort zurückgezahlt und das unmittelbar durch ihre originalen Objekte/ Empfänger. Wenn also eine Personengruppe (z.B. ein Volk, eine Rasse, eine Familie) eine andere Gruppe intensiv nicht mag, beginnt bald diese andere Personengruppe mit der Zeit mit der ähnlichen Intensität die originalen Geber des Gefühles nicht zu mögen. Auf diese Art verlieren Familien, Rassen oder Völker, die über sich eine hohe Meinung haben und auf andere von oben herabschauen oder andere auf irgendeine Art diskriminieren, sehr schnell die Achtung, sie hören auf beliebt zu sein und sie beginnen genau so behandelt zu werden wie sie andere behandeln. Ähnlich sind einzelne Personen, die snobistisch eingestellt sind und über alle anderen eine niedrige Meinung haben, mit der Zeit isoliert und werden auf genau dieselbe Art behandelt.
Eine interessante Konsequenz des Wirkens des Bumeranggesetzes ist, dass einige Trends, Ideologien und Unternehmen, die einen markanten Einfluss auf das Schicksal und das Leben vieler Menschen haben, sich nicht völlig von unserem Planeten eliminieren lassen. Jedoch ihr gewandeltes Karma geht niemals verloren, sondern zirkuliert von Person zu Person oder von Sammelintellekt zu Sammelintellekt.
Selbst wenn man sie aus einem Land eliminiert, tauchen sie im anderen Land wieder auf, so dass die Personen, nach ihrer Ideologie freie Geber des beschriebenen Leides oder Schicksals waren, in ihrer nächsten reinkarnativen Verkörperung zu karmischen Empfängern derselben Leiden und Schicksale werden. Beispiele solcher nicht zu eliminierenden Trends, Bewegungen, Ideologien und Unternehmungen sind: Rassismus, Bürokratie, Korruption, Krieg, Konzentrationslager u.ä.
Die Konsequenzen des Bumeranggesetzes nehmen eine breite Spannweite von Folgen ein. Nennen wir hier einige ihrer Beispiele, die sich häufig im Alltagsleben zeigen:
a) Sehr häufig lässt sich die Konsequenz des Bumeranggesetzes bemerken, wenn „alle versuchenden Handlungen, die Realisierung des schon generierten Karmas zu stoppen oder zu verzögern, im Endeffekt immer zur Beschleunigung seiner Realisierung führen.”
Wenn wir beispielsweise einen persönlichen Feind besitzen, und in unserem Karma eine Zusammenkunft und Konfrontation liegt, führen alle unsere Bemühungen, um diesem Feind auszuweichen dazu, dass wir mit ihm nur noch schneller in Berührung kommen. (Die Chinesen haben für die Beschreibung dieser Situation ein wunderbares Sprichwort, das feststellt: „Wenn du einen Feind hast, werden plötzlich alle Durchgänge enger.“, was man so interpretieren muss, dass du, „wenn du einen Feind hast, je mehr du vor ihm nicht fliehen würdest, um so schneller über ihn herfallen würdest.“
b) Im Punkt 1C ist ein weiteres Moralgesetz, das aus dem selben Grundsatz Ursache Wirkung stammt, beschrieben. Es meint, dass „das einmal eingeschriebene Karma einmal realisiert werden muss.“ Was auch immer in uns mit Hilfe des karmischen Algorithmus eingeschrieben ist, wird daher unsere „Vorbestimmung“ und sie lässt uns niemals vor ihr fliehen. Dies wiederum hat einige Folgen.
Beispielsweise sind Personen, die mit den Methoden von ESP imstande sind unseren karmischen Eintrag zu lesen, auch imstande zu erfahren, was uns in der Zukunft erwartet. Ähnlich ist es, in dem Moment, wo wir lernen, Lesegeräte für die karmischen Einträge zu bauen (Ideen dazu siehe Kapitel D3.4 des Traktats [7/2] – /Anmerkung tina: Diese Traktat beinhaltet im Wesentlichen die “Gedankenpyramide”/, können wir auch lesen, was jemanden in der Zukunft erwartet – nur, dass wir mit diesen Geräten nicht die Zeit bestimmen können, wann dies passiert (diese Zeit können wir präzis mit Hilfe der Zeitmaschinen bestimmen).
c) Das Bumeranggesetz führt dazu, dass jedes Handeln, das im Kapitel JA5.1 „totaliztische gute Tat“ genannt wird, selbst wenn es nicht sofort das Niveau unserer moralischen Energie verändert (z.B. es ist nur eine gute Tat des Typs „Inspiration“), im Endeffekt immer zu einer Vergrößerung dieser Energie in uns selbst führt. Dagegen führt jedes im Kapitel JA5.2 „totaliztische Sünde“ genanntes Handeln, selbst wenn es nicht sofort zum Fall des Niveaus unserer moralischen Energie führt und sein unmittelbares Opfer auf jemanden anderen fiel (z.B. eine totaliztische Sünde des Typs „Ausbeutung“ ist), in der Endabrechnung ebenfalls in uns immer zur Senkung jener Energie.
Es hat also keine Bedeutung, ob wir diese Handlung sichtbar ausführen oder auf anonyme Art, ob wir die Person kennen, für die wir sie realisieren oder ob sie jemanden uns völlig unbekannten betrifft, ob der Empfänger unserer Handlung sie uns vergelten wird oder auch nicht; immer wird das langfristige Endergebnis für uns dasselbe sein – die Rückerstattung dieser Handlung kehrt zurück zu uns wie ein Bumerang. Dies führt zu einer der wesentlichsten Empfehlungen des Totalizmus, die im Unterkapitel JA5.3 beschrieben ist: „wenn du ein erfülltes und glückliches Leben führen willst, tue so viele totaliztisch gute Taten wie möglich und vermeide so viel du kannst totaliztische Sünden.“
1B. Gesetz der Pflicht zur Verteidigung.
Es stellt fest, dass: „wenn dich jemand zuerst aktiv attackiert ohne deine Provokation, hast du die moralische Pflicht zur Verteidigung, in dem du ähnliche Kräfte und Methoden des Kampfes anwendest, wie jener dich Angreifende bei dir anwendet.“ Dieses Gesetz macht uns bewusst, dass das Universum zielgerichtet so aufgebaut ist und die Moralgesetze zielgerichtet so aufgestellt sind, dass jeder, der von jemandem aktiv angegriffen wird, die Pflicht hat, sich zu verteidigen und dass die Pflicht zur Verteidigung auch ein deutlicher Inhalt der Moralgesetze ist. Das Gesetz der Pflicht zur Verteidigung ist ein moralisches Pendant zum physikalischen „Gesetz von Aktion und Reaktion“, das uns lehrt, dass z.B. „wenn jemand einer Mauer einen Stoß versetzt, jene Mauer sich verteidigen wird und gleichzeitig diesen jemanden zurückstößt mit genau derselben Kraft.“
Die Existenz und Wirkung des moralischen Gesetzes zur Verteidigungspflicht enthüllt, dass die Verteidigung vor jemandes aggressivem Angriff nicht nur ein Überlebensreflex oder ein Befehl der Logik ist, sondern eine Pflicht des moralischen Lebens, deren Erfüllung uns mit dem Inhalt der Moralgesetze geheißen ist.
In Angelegenheiten der Aggression und Verteidigung bemühten sich die verschiedensten Philosophien auf unterschiedliche Art, die Intentionen des universellen Intellekts zu interpretieren und auszudrücken. Beispielsweise meint die christliche Philosophie, dass die Intention des universellen Intellekts die sei, dass sich alle durch Bekenner anderer Philosophien Angegriffenen überhaupt nicht schützen sollten – als Beispiel des Ausdrucks dieser Ansicht bemerke man die biblische Feststellung „wenn dich jemand auf die eine Wange schlägt, halte ihm die andere hin.“
Allgemein bekannt ist auch die Philosophie einer anderen Religion, die sich zu der Ansicht bekennt, dass die Intention des universellen Intellekts sei, unaufhörlich die Bekennenden anderer Religionen anzugreifen – der Ausdruck jener Ansicht ist das Symbol jener Religion, der Dolch. Leider, die Mehrheit der Philosophien spekulierte ihre Interpretation der Intentionen des universellen Intellekts ohne Stütze auf die eigenen Schlussfolgerungen aus tatsächlichen Analysen des Universums um uns herum, noch aus Analysen der Gesetze, die das Universum regieren.
Wenn man dagegen, wie das der Totalizmus im Unterkapitel JC11.1 der vorliegenden Monographie tat, das Universum um uns herum und die es regierenden Gesetze analysiert, dann zeigt sich, dass sie sehr eindeutig darauf hinweisen, was die Intention des universellen Intellektes tatsächlich ist. Leider, um jene Intention aufzudecken, ist die Kenntnis des sogenannten „Kanons der Konsistenz“ notwendig, beschrieben im Unterkapitel JB7.4, und unbedingt wichtig ist zu wissen, dass in unserem Universum die Wirkung aller Gesetze vollkommen konsistent ist und deshalb beispielsweise physikalische Gesetze und moralische Gesetze miteinander in jedem Detail im Einklang sind. Erst der Totalizmus erkannte und formulierte den „Kanon der Konsistenz“ – daher erst ist er imstande, die wahren Intentionen des universellen Intellekts im Bereich des Angriffs und der Verteidigung festzustellen.
Die Intentionen sind enthalten in den Analogien zwischen den Feststellungen der physikalischen Gesetze und der moralischen Gesetze. Wenn jemand, wie das der Totalizmus tat, jene Intention genau analysiert, dann zeigt sich, dass der universelle Intellekt deutlich mit dem Inhalt seiner Gesetze gebietet, dass die ohne eigene Provokation Angegriffenen sich effektiv verteidigen. Dieser Intellekt macht auch mit seinen Gesetzen bewusst, dass während die Verteidigung moralisch ist, die Aggression völlig unmoralisch bleibt – vielleicht, dass wiederholtes Angreifen des Gegners nur zu einer der Phasen oder Verteidigungsformen wird, die ihren Platz erst danach hat, wenn jemand als erstes angegriffen wurde.
Daher ist die Antwort mit einer Attacke die einzige Alternative für die Erlangung des andauernden Friedens für sich und der Sicherung vor weiteren Attacken desselben Aggressors. Deshalb hat der Angegriffene entsprechend den Moralgesetzen die Pflicht sich zu verteidigen, wohingegen es uns nicht erlaubt ist, jemanden zuerst anzugreifen, wenn uns niemand angreift. Genau diese Intentionen des universellen Intellekts sind sehr eindeutig mit seinen Gesetzen ausgedrückt – und das auf vielfältige Weise in einem Stück. Beispielsweise drückt sie die Tätigkeit des physikalischen „Gesetzes der Aktion und Reaktion“ aus, verbunden mit dem „Konsistenzkanon“. Diese Intentionen drücken auch den detailliert im Unterkapitel JC11.1 analysierten Fakt aus, dass die Verteidigung alle Eigenschaften einer guten Tat trägt und nicht die Eigenschaften der Sünde.
Darüber hinaus musste der universelle Intellekt gerade diese Intention im Sinn haben, als er die Existenz des unmoralischen Parasitentums feststellte und die jenes Parasitentum charakterisierenden Eigenschaften als anti-moralische Philosophie definierte. Daraus ergibt sich klar, dass er dem Parasitentum gezielt die Funktion des ständigen Aggressors gab, der die Aufgabe hat, den Totalizmus zur unaufhörlichen Entwicklung und Vervollkommnung seiner Moral und seines Wissens zu erwecken – was im Unterkapitel JD11 erklärt wurde.
Das Gesetz zur Verteidigungspflicht macht bewusst, dass ein moralisches Leben nicht nur auf dem Wissen über das eigene moralische Leben beruht, das das friedliche Zusammenleben mit allen mit uns in Frieden und Freundschaft Lebenden fördert, sondern auch auf dem Verhindern des Bösen beruht, damit es sich aus unserem Lebensraum hinwegbewege bzw. auf der effektiven Verteidigung vor denen, die uns attackieren und die uns unser moralisches Leben stören wollen. Wenn uns das Böse attackiert, beruht das moralische Verhalten auf der Gabe einer entsprechenden Antwort, um das Böse nicht in den Bereich unseres Lebensraumes einzulassen und um dem Bösen die Störung unserer Ruhe zu vereiteln.
Des weiteren legen jene zwei Aspekte des moralischen Lebens, d.h. (1) das Betreiben des Friedens gegenüber jenen, die im Frieden leben, und (2) die entschiedene Entsprechung mit Verteidigungskampf gegen das, was uns attackiert, auf die Totalizten die Verpflichtung der Beherrschung von zwei verschiedenen Klassen von Fähigkeiten, d.h. (1) die Fähigkeit des moralischen, friedlichen und freundschaftlichen Zusammenlebens mit all denen, die Frieden wünschen und mit uns in Frieden leben, und (2) die Fähigkeit zum effektiven Verteidigungskampf mit denen, die uns angreifen und die Krieg mit uns wollen. (Dem Thema des Einklangs der Verteidigung mit den Moralgesetzen ist das Unterkapitel JC11.1 gewidmet.)
1C. Unwiderrufbarkeit der Erfüllung des Karmas.
Es stellt fest, dass: „das einmal eingeschriebene Karma realisiert werden muss“ (was man vereinfacht auch ausdrücken könnte: „der ausgeteilte Schmerz gleicht sich aus durch empfangenen Schmerz“). Das Gesetz bedeutet, dass es normal keine Möglichkeit zur Flucht oder des Versteckens vor dem Karma gibt, das jemand einmal mit seinem Verhalten in sein Register eingeschrieben hat. Daher erfüllt sich auch das Karma unwiderruflich, sogar auch, wenn sein Träger eine ausgezeichnete Rechtfertigung für die Gründe seines Anziehens auf sich besitzen würde (z.B. es (das Karma) in sich erschaffen würde als Folge jemandes ausdrücklichen Befehls), wenn er für seine Taten von den Führern aller möglichen Religionen die Sündenvergebung gewinnen würde, oder wenn er bevor er zur Verantwortung gezogen würde, mittels Zeitreise zu flüchten versuchte (und er z.B. die Ermordung der Mutter anstrengen würde, bevor sie ihn gebar), oder auch wenn er absolute Reue und die Berichtigung seines weiteren Auftretens aufweisen würde.
Vom Punkt der Moralgesetze gesehen ist die Erfüllung jemandes Karma genauso automatisch wie die Arbeit eines Computers oder das Resultat der Gravitationskräfte. Die Moralgesetze erteilen also niemandem die Vergebung der Taten oder die Erlassung der Sünden. Wenn beispielsweise jemand den hypothetischen Befehl „erschieß ihn“ geben würde, so würden im Falle der Exekution entsprechend mit dem hier besprochenen Gesetz im Endeffekt drei Personen sterben: das erschossene Opfer, der Ausführende, der das Karma des persönlichen Erfüllens des Schießens auf sich nahm, und der, wer in sich das Karma der Tötung des Opfers und des Herausgebens des Befehls-Spruches „erschieß“ erschaffte (sein Tod würde jedoch im Resultat einer ziemlich komplexen Kette eintreten – zunächst nämlich würde ihm jemand in der Zukunft befehlen, jemanden zu erschießen, auf eine Art oder in einer Situation, in denen er gezwungen ist, diesen Befehl zu befolgen, erst dann würde er erschossen werden, nachdem das Karma seines Schießens tätig wurde). Gilt noch zu bemerken, dass das vorliegende Gesetz die grundlegende Quelle vieler Begrenzungen ist, die für Zeitreisen existieren – siehe Unterkapitel H9.1.
1D. Das Gesetz des Erbittens.
Es stellt fest, dass: „um irgend etwas zu erhalten, es erst notwendig ist, darum zu bitten.“ Dieses Gesetz verursacht, dass praktisch ohne vorheriges Erbitten von etwas durch seine Taten, Haltung oder Worte wir niemals etwas erhalten. In der physischen Welt gibt es seine physische Variante, die „Grundlage von Ursache und Wirkung“. Um z.B. Brot zu haben, muss man in Übereinstimmung mit ihr zuerst Getreide sähen, dann ernten, dann in Mehl verarbeiten und aus diesem das Brot backen. Im Bereich des moralischen Handelns müssen auf Grund eben jenes Gesetzes des Erbittens, die Personen, welche sich irgendeinen Dienst vom universellen Intellekt wünschen, zunächst diesen Dienst mit ihren Gebeten, ihren Handlungen, Träumen u.ä. erbitten. Ebenso wirken auf Grund dieses Gesetzes Übertreibungen in Bezug auf Menschen nicht, die nicht an sie glauben, da sie mit ihrem Verhalten und ihren Gedanken nicht unaufhörlich um ihr Eintreten bitten und somit nicht von ihnen genutzt werden können. Letztlich wurde die Wirkung dieses Gesetzes auch in Kulturen der Menschen aufgenommen und niemand erhält z.B. eine neue Arbeit oder einen verdienten Urlaub, wenn er sich nicht um den Erhalt mittels z.B. eines Gesuchsschreibens bemüht.
1E. Gesetz der Beeinflussung durch überraschendes Eintreten.
Es betrifft schicksalhafte Ereignisse, die zu uns von außen kommen, d.h. solcher, die nicht durch irgendeine von unseren aktiven Handlungen provoziert sind und die nicht die direkte Folge dieser Handlung darstellen. Es stellt fest, dass: „von allen Ereignissen, die uns auf eine zufällige Art betreffen können, zur Realisierung meist die ausgewählt sind, auf deren Eingehen wir bewusst noch nicht bereit sind und die uns daher unvorbereitet überraschen.“ Für dieses Gesetz ist die Ursache unsere fehlende Bereitschaft zur Annahme irgend eines Ereignisses und die Wirkung hingegen ist das Eintreten eben jenes Ereignisses und auf diese Weise inspiriert es uns zu einer zukünftigen Vorbereitung. Dieses Gesetz ermöglicht die Eliminierung von für uns unvorteilhaften Eintritten von Ereignissen durch bewusstes Analysieren und Vorhersehen, was eintreffen könnte und darauf folgend die gründliche Vorbereitung auf ihr Eintreten (bzw. durch das Verhalten im Sinne des altrömischen Sprichwortes: „Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor.“).
Es ist bemerkenswert, dass die Tätigkeit dieses Gesetzes nicht das Eintreten der Ereignisse eliminiert, deren Eintreten wir auf der außer-bewussten Ebene vorhersehen (z.B. durch Furcht, Vorahnungen, ESP u.ä.). Wir befürchten ihr Eintreten, bereiten uns jedoch nicht bewusst auf ihr Kommen vor und sichern uns nicht vor ihren Folgen ab, die bereits mit den Ereignissen in Erscheinung treten. Um also die Chancen des Auftretens irgendwelcher Ereignisse zu eliminieren, müssen wir sie auf der bewussten Ebene vorhersehen und ebenso vorbereitende Aktionen unternehmen, z.B. uns vollkommen vor ihren Folgen schützen („den Geschützten wird Gott schützen“).
1F. Das Gesetz der Ursache-Wirkung-Kette.
Es stellt fest, dass „alle Ereignisse, die sich in unserem Leben zeigen, und Situationen, in denen wir uns befinden, das resultierende Ergebnis einer ganzen Kette unserer vorhergegangenen Gedanken, Vorhaben, Taten und unseres Wissens, dass wir derzeitig gesammelt haben, ist, wobei unsere Gedanken und unser Verhalten während dieser Ereignisse die nächsten Ursachen für die Kette der folgenden Ereignisse und Situationen erschaffen, die erst in der Zukunft eintreten werden.“ Bei diesem Gesetz sollte man darauf achten, dass sich auf jedes Ereignis (d.h. auf jedes Ergebnis) eine ganze Kette von Ursachen legt, nicht nur eine. Es ist wichtig das zu verstehen, denn in Übereinstimmung mit diesem Gesetz besitzt das, was uns berührt, immer eine mehrdimensionalen und ständigen Charakter, obwohl unsere derzeitige Wissenschaft uns an ein vereinfachtes, eindimensionales Denken mit diskretem (nicht beständigen) Charakter gewöhnte. Wenn daher sich auf der Straße ein Unfall ereignet, wird am ehesten lediglich chronologisch die letzte seiner Ursachen untersucht, z.B. wer auf wen aufgefahren ist.
Nur in Ausnahmefällen schaut man auf die davor liegende Ursache, z.B. ob einer der Fahrer betrunken war. Im Falle der Entdeckung, dass im vorliegenden Fall der „Unschuldige“ betrunken war, taucht sofort das moralische Dilemma auf, was man damit anfangen soll. (Momentan belastet man in vielen Ländern den Betrunkenen, sogar wenn er absolut unschuldig ist und nicht er den Unfall herbeiführte.) Wenn man unterdessen das Ereignis vom Gesichtspunkt der moralischen Gesetze betrachtet, dann zeigt sich, dass für jedes dieser Ereignisse die Zahl der Ursachen ins Unendliche wachsen kann. Betrachten wir beispielsweise so ein Ereignis wie „jemand wurde erhängt“. Chronologisch also ist die allerletzte Ursache seines Todes die, dass er gehängt wurde. Jedoch bevor man ihn hängte, trat die vorletzte Ursache der Kette auf, d.h. er wurde durch irgendein Gericht zum Tode verurteilt. Aber auch das war nicht die letzte, denn vorher hat man ihn eingesperrt, da er (manchmal sogar unzweifelhaft bewiesen) jemanden tötete. Jedoch bevor man ihn deshalb einsperrte, befand er sich z.B. an falschem Ort zur falschen Zeit u.ä. Diese Kette entwickelt sich also ins Unendliche.
Wenn jemand diese Art Ursache-Wirkung-Kette analysiert, dann zeigt sich, dass die Moralgesetze überhaupt nicht auf der Grundlage einer Ursache und einer Wirkung arbeiten, sondern eher auf der Grundlage „der energetischen Akkumulation eines summierten Potentials vieler Ursachen, welches nach Erreichen einer bestimmten Schwellenwertigkeit das Freisetzen des ihm entsprechenden Wirkungspotentials hervorruft.“ Des weiteren erklärt diese „energetische“ Grundlage der Wirkung der Moralgesetze, warum z.B. ein Missetäter etwas tut und er sofort gefasst wird (nämlich sammelte er schon vorher, z.B. im vorigen Leben, eine entsprechend hohe Ursachenenergie), wohingegen ein anderer Missetäter mehrmals dieselbe Übertretung begeht und dennoch ungestraft davonkommt (seine früheren Taten generierten nämlich eine andere Art von Energie).
Das Gesetz der Ursache-Wirkung-Kette bemüht sich, einige verschiedene Aspekte des Schicksals, das uns im Leben erwartet, auszudrücken. Abhängig vom Aspekt, den es betrifft, kann seine Formulierung auch die Form eines von mehreren detaillierten Versionen dieses Gesetzes annehmen. Hier einige von jenen Versionen:
– Gesetz der Zielgerichtetheit und des Planes jedes Ereignisses.
Es stellt fest, dass „in unserem Leben jedes Ereignis, sogar eines, dass am unwirklichsten erscheint, zielgerichtet und hervorragend geplant ist, aus unseren Handlungen und Gedanken an die Zukunft resultiert und eine bestimmte Bedeutung für eine Reihe anderer Ereignisse besitzt, die in der Zukunft auftreten sollen“. Diese Version des Gesetzes der Ursache-Wirkung-Kette bemüht sich eines seiner wichtigsten Aspekte auszudrücken, der feststellt, dass „nichts in unserem Leben zufällig geschieht, sondern alles seine Gründe und Ziele hat“. Alles, was uns berührt, ist das Resultat von etwas, was wir irgendwann taten, wünschten oder dachten, und gleichzeitig stellt es eine Ereignisbrücke zu dem dar, was in der Zukunft eintreten wird. In Übereinstimmung mit dem Konzept der Dipolaren Gravitation gibt es im Leben so etwas wie einen „Zufall“, einen „zufälligen Verlauf von Umständen“, oder ein „unwesentliches Ereignis“, das keine Konsequenzen für unser weiteres Leben einführte, nicht. Weitere Details siehe auch Unterkapitel C7.
– Das Gesetz der Zielgerichtetheit besitzt viele verschiedenen Konsequenzen.
Eines seiner selten bewusst gewordenen Folgen ist, dass alles, was für uns wichtig ist, sich im Endeffekt die ganze Zeit vor unserer Nase wartend zeigt, während wir die Tendenz aufweisen, danach die ganze weite Welt zu durchforsten („in der großen weiten Welt etwas suchen, was sehr nah ist“). Eine andere Folge dieses Gesetzes ist die Zielgerichtetheit und die Treffsicherheit der Quellen unserer Inspiration. Wenn beispielsweise die Schöpfer einer ganzen Reihe von Filmen die Idee der Okkupation des Planeten Erde durch teuflische Kosmiten vorstellen, heißt das praktisch, dass die Zielgerichtetheit und der Bedarf zur Inspiration der Menschen mit dieser Idee besteht (d.h. der Planet Erde ist tatsächlich durch die teuflischen Kosmiten okkupiert und daher dient jene Inspiration dazu, den Erdenbürgern eine faire Chance zu geben, um sich der Situation klar zu werden, in der sie sich befinden – siehe Kapitel U).
Wenn jemand unerwartet einen Brief erhält mit einem Artikel in der Mitte, bedeutet das gewöhnlich, dass jener Artikel irgendeine wichtige Information oder Idee beinhaltet, die dem Empfänger eine bisher fehlende intellektuelle Inspiration liefern soll. Ein öfteres in kürzeren Zeitabständen Auftreten derselben Information aus verschiedenen Quellen bedeutet gewöhnlich, dass diese Information eine ungewöhnlich wesentliche Bedeutung besitzt und wir sie besser genau analysieren sollten. Eine weitere Folge des Gesetzes der Zielgerichtetheit ist die Existenz „zufälliger“ Ereignisse. Wenn wir beispielsweise auf der Straße gehend eine auf dem Gehweg liegende Schraubenmutter antreffen, erweist sich kurz darauf diese Schraubenmutter als uns ungewöhnlich notwendig. Wenn wir etwas mit großem Widerwillen wegwerfen, werden wir es sofort einen Tag später brauchen. Wenn uns jemand einen Dienst erweist, zeigt sich kurz darauf die Nutzung dieses Dienstes als ungewöhnlich hilfreich (besonders, wenn wir ihn nicht nutzten – siehe Unterkapitel JA5.3, das feststellt, dass „jemanden vor der Durchführung einer totaliztisch guten Tat aufzuhalten, eine totaliztische Sünde ist“).
– Gesetz der Unabhängigkeit der zeitweiligen Auswirkung von unseren Intentionen.
Es stellt fest, dass das „Resultat jeder unserer Handlungen nicht nur abhängig ist von den Intentionen dieser Handlung, sondern auch von der Art unserer moralischen Energie und unseres Karmas, bzw. von allen unseren vorherigen Taten und Intentionen“. Seine Aktion ist mit vielen Sprichwörtern beschrieben, z.B. „Der Mensch schießt, aber die Kugeln trägt der Teufel“ (siehe [9]). Es bemüht sich, einen anderen Aspekt des Grundsatzes von Ursache und Wirkung auszudrücken, der feststellt, dass das Resultat jeder unserer Handlung völlig anders sein kann als wir ursprünglich planten (zeitweise sogar völlkg gegensätzlich zum geplanten), da nämlich auf dieses Resultat nicht nur Einfluss hat, was wir in dem Moment denken oder vorhaben, in dem wir die betreffende Handlung ausführen, sondern auch unsere aktuelle Art der moralischen Energie und unser Karma einfließt – bzw. alles, was wir in der Vergangenheit (manchmal sogar sehr weit entfernten) gedacht, gewünscht oder getan haben. Wenn wir z.B. in Übereinstimmung mit dem Gesetz die Zeit zurückdrehen würden und versuchen würden, unsere eigene Mutter zu töten, bevor sie uns gebiert, würde sich das physisch als unausführbar herausstellen, weil dies die Erfüllung des Karmas unmöglich macht, das wir vor dem Zurückdrehen der Zeit gesammelt haben. Nur die von unseren Aktionen enden mit den von uns geplanten Effekten, deren Resultate nicht die Erfüllung sowohl unseres als auch des Karmas aller anderen Personen hemmen, die sie berühren.
#2. Grundsatz der Zweipoligkeit.
Dies ist ein weiterer von den fundamentalen Grundsätzen des intelligenten Universums. Aus ihm entwickelt sich ebenfalls eine Reihe von besonderen moralischen und physikalischen Gesetzen. Beispiele zu ihnen werden nach ihrer Besprechung beschrieben. Jener Grundsatz der Zweipoligkeit stellt fest, dass „sich nichts in unserem Universum in nur eine Richtung generieren lässt und deshalb alles in präzis balancierter Anzahl jener gegensätzlichen Pole gleichzeitig generiert wird.“ Um zu erklären, was obiges bedeutet, was auch immer in unserem Universum erschaffen wird, wird immer in derselben Anzahl von Positivem und Negativem erschaffen (oder N und S oder Ein- und Ausströmungen). Schauen wir uns einige Beispiele an, um es besser zu erklären:
– Positive und negative Elektrizität.

Wenn wir Elektrizität erschaffen, dann generieren wir keinesfalls nur positive Ladungen, sondern erschaffen immer dieselbe Anzahl von positiven wie negativen Ladungen.
– Magnetische Pole.

Das Entstehen eines magnetischen Pols (z.B. nur „S“) ist unmöglich ohne die Formierung des gegensätzlichen Pols (z.B. „N“) und vice versa.
– Einströmungen /Inlets/ und Ausströmungen /Outlets/.

Wenn irgend etwas eine Ausströmung besitzt oder einer Ausströmung unterliegt, muss es auch eine Einströmung besitzen oder es musste vorher einer Einströmung unterliegen, und vice versa.
Die Wirkung des Grundsatzes der Zweipoligkeit dehnt sich auch auf die Gefühle aus. Gemäß dem Totalizmus sind die Gefühle wie die elektromotorische Kraft (EMF) in elektrischen Zellen, d.h. sie formieren immer zwei gegensätzliche Pole, von denen der erste sich sofort zeigt – in dem Moment, in dem wir das Gefühl generieren, dagegen zeigt sich der zweite erst nach einer gewissen Zeit. Das resultiert aus dem Mechanismus der Gefühle, der im Unterkapitel I5.5. beschrieben wird. Übereinstimmend mit ihm baut die Generierung eines beliebigen Gefühls gleichzeitig ein Potential für ein ihm entsprechendes Antigefühl, dass sich kurz nach jenem Gefühl zeigt.
Beispielsweise, wenn wir Liebe erfahren, generieren wir völlig unwissend in unseren Gegen-Körpern ein Potential für die spätere Freisetzung desselben Maßes an Hass. Wenn wir Schmerz fühlen, dann erschaffen wir gleichzeitig in unseren Gegen-Körpern ein Potential für die spätere Empfindung desselben Maßes an Vergnügen.
Der Grundsatz der Zweipoligkeit manifestiert sich auch in fast allen anderen moralischen Geschehnissen. Beispielsweise führt die Ausführung irgendwelcher guten Taten zu demselben Maß von Bösem und vice versa. Der Grund für alle moralischen Geschehnisse, die gewöhnlich ihren Platz im moralischen Feld haben und dafür, dass wir keinen anderen Pol als den sehen, auf den wir uns konzentrieren, ist, dass sich typischerweise jener gegensätzliche Pol in allen moralischen Erscheinungen anders zeigt als in physischen Erscheinungen. Zum Beispiel, wann immer wir in allen physischen Erscheinungen einen ihrer Pole freisetzen, setzen wir gleichzeitig ihren zweiten Pol frei. Daher z.B., wenn wir den elektrischen Durchfluss hervorrufen wollen, müssen wir einen geschlossenen Kreis formieren, in dem die Ladungen gleichzeitig in beide Richtungen fließen.
Genauso geschieht es mit den physischen Kräften. Jedoch zeigt sich in den moralischen Erscheinungen so eine Freisetzung der Antigefühle in anderer Zeit, in anderem Gebiet, sie wird gegen andere Objekte geführt, nimmt eine andere Form an, kommt zu uns von anderen Menschen u.ä. Zum Beispiel, wenn wir heute Liebe erfahren, können wir das dieser Liebe entsprechende Maß an Hass morgen gegenüber derselben Person freisetzen, oder wir können auch diesen Hass für eine gewisse Zeit unter Kontrolle halten und ihn gegenüber einer vollkommen anderen Person einige Tage später freisetzen.
Der Grundsatz der Zweipoligkeit ist die moralische Entsprechung für das physische „Gesetz des Gleichgewichts“, das annähernd festlegt, dass „im Zustand des Gleichgewichtes die Summe aller Einflüsse sich gegen Null ausbalancieren muss.“ Für die Menschen, die lernen, wie es praktisch zu nutzen ist, besitzt es ein ungewöhnliches breites Spektrum der Anwendung. Zum Beispiel liefert es Anfangsgleichungen, die einen mathematischen Ausdruck oder eine anzahlmäßige Beschreibung der Größe der Moralgesetze erlauben. Ebenso liefert es eine totaliztische Richtlinie, wie ungewollte Gefühle zu überwinden sind, wie unerwünschter Druck auszuhalten ist, wie moralischer und friedlicher Widerstand zu leisten ist u.ä.
Der Grundsatz der Zweipoligkeit besitzt einen großen Einfluss auf praktisch alle Aspekte unseres Lebens. Eines der Gebiete, auf dem wir uns dieses Einflusses bisher nicht bewusst geworden sind und der daher wert ist zu besprechen, ist das der Gefühle. Der Mechanismus der Gefühle ist speziell im Unterkapitel I5.5 dieser Monographie diskutiert.
Übereinstimmend mit diesem Mechanismus lädt, wann auch immer jemand – absolut unwissend – eine Bewusstwerdung der Gefühle generiert, er auch seinen Körper mit dem Potential von unbewusstem Antigefühl auf, das nur darauf wartet, jemanden zu treffen. Ebenso kann man sich jenes bewusst gewordene Gefühl – wie auch das unbewusst gebliebene Gefühl – wie zwei Arten von gegensätzlichen elektrischen Ladungen vorstellen – positiv und negativ (oder wie ein Paar gegensätzlicher Kräfte – Kräfte der Aktion und der Reaktion).
Das bewusst gewordene Gefühl formieren wir in der Art eines Funkens, mit dem wir das gegebene Objekt lähmen, was dazu führt, dass wenn das Gefühl positiv ist – dieses Objekt Vergnügen, jedoch, wenn das Gefühl negativ ist – dieses Objekt Leid erfährt. Dagegen sammelt sich das unbewusst gewordene Antigefühl in uns unentladen, um nur auf die nächstmögliche Gelegenheit zu warten, sich auf ein nahes Objekt zu entladen.
Deshalb, wenn wir beispielsweise im Verhältnis zu jemandem das Gefühl der Liebe generieren, können wir uns dies wie einen Funken positiver Elektrizität vorstellen, mit dem wir den berühren, den wir lieben, und der eine positive Erfahrung hervorruft. Jedoch generieren wir absolut unwissend gleichzeitig mit dieser Liebe auch das Antigefühl Hass, der sich in unserem Gegen-Körper sammelt und nur wartet, um sich bei jemandem zu entladen.
Wenn sich niemand findet, bei dem es sich entladen kann, kann der Funken jenes Hasses sogar zufällig dieselbe Person betreffen, die wir einen Augenblick zuvor liebten. Aus eben diesem Grund streiten sich verliebte Paare, kurz nachdem das Verhältnis begann, unversöhnlich (daher kommt sicher auch der Spruch „Was sich neckt, das liebt sich“). Aus demselben Grund beginnen Fußballfans Straßenschlachten kurze Zeit nachdem sie im Stadion euphorisch ihre Gefühle der Unterstützung für die auserwählte Mannschaft zeigten.
Der Grundsatz der Zweipoligkeit macht faktisch alles derzeitiges Herangehen an Gefühle, das durch verschiedenste Philosophien, Religionen, naturalistische Gruppen, durch die offizielle Wissenschaft der Psychologie u.ä. verbreitet wird, ungültig. Die Mehrheit von ihnen erlegte uns auf, dass wir um jeden Preis Liebe zu erschaffen hätten – absolut sich nicht darüber im Klaren seiend, dass wir übereinstimmend mit dem besprochenen Grundsatz mit der Liebe auch und in ausgleichendem Maße zerstörerischen Hass generieren. Ein wenig mehr übereinstimmend mit diesem Grundsatz ist der Buddhismus, der empfiehlt, die Generierung irgendwelcher überschwänglichen Gefühle zu vermeiden – er erklärt allerdings nicht, warum, wohingegen er durch seine gefühlsmäßige Zurückhaltung seinen Bekennern die Freiheit des Fühlens nimmt – bzw. den wichtigsten Bestandteil von Vergnügen und Lebensfreude und physischer Gesundheit.
Erst die Philosophie des Totalizmus begann die Ähnlichkeit der Gefühle zu den physischen Kräften und den elektrischen Ladungen aufzudecken und wies auf die sie regierenden Gesetze hin. Der Totalizmus deckte auch auf, dass die Generierung unterschiedlicher Gefühle im gleichen Maße nicht nur eine natürliche Konsequenz der Führung eines normalen, gesunden und glücklichen Lebens ist, sondern eine geradezu unentbehrliche Bedingung für die richtige Speisung unseres Körpers mit Lebensenergie und daher auch die Bedingung für die Erhaltung der physischen Gesundheit (siehe die Beschreibungen der gesundheitlichen Folgen von Gefühlen, die im Unterkapitel I5.6 präsentiert werden).
Der Totalizmus lenkt also seine Aufmerksamkeit nicht auf die utopische Generierung von ausschließlich Liebe (wie dies verschiedene hausbackene Gurus und Psychologen empfehlen, die weder von der Wirkung des Grundsatzes der Zweipoligkeit noch vom Wirkungsmechanismus der Gefühle etwas wissen), oder auf die asketische Vermeidung aller Gefühle (wie das der Buddhismus empfiehlt), sondern auf das Kennenlernen der Mechanismen und Gesetze, die die Gefühle regieren und auf ihre geschickte Nutzung zur Vergrößerung der Fülle und Wertigkeit unseres Lebens sowie auf die Berichtigung der Gesundheit unseres physischen Körpers.
Der Totalizmus lehrt, dass man mit den Gefühlen umgehen muss wie die Ingenieure mit den physischen Kräften bzw. elektrischen Ladungen – d.h. die Gesetze, die sie regieren, kennenlernen und diese Gesetze in unserem alltäglichen Leben nutzen.
Die Methode des friedlichen Widerstandes ist eben eine von vielen möglichen Methoden der Selbstverteidigung, die eben aus den praktischen Anwendungen der Grundsätze der Zweipoligkeit resultieren. Diese Methode ist sehr effektiv in Fällen, in denen jemand wörtlich angegriffen oder durch irgendeine Art Unterstellung verfolgt wird sowie wenn die angreifenden Personen telepathisch oder hypnotisch programmierte Kollaborateure der satanischen Parasiten sind (zum Beispiel in den im Unterkapitel A1 des Traktats [7/2] beschriebenen Situationen). Wenn die angegriffene Person sich zum Totalizmus bekennt, dann liefert die hier beschriebene Methode eine sehr brauchbare Art der moralischen Verteidigung, die friedlich ist und die daher nicht die Beherrschung von Kampfkünsten erfordert. Daher kann sich diese Methode als nützlich für Totalizten erweisen, weil viele von ihnen keine Fähigkeiten zum aktiven Kampf ausgebildet haben, während sie gleichzeitig die Moralgesetze entschieden verpflichten, dass sie sich verteidigen, wenn sie von jemandem überfallen werden. Im Falle solcher Angriffe empfiehlt der Grundsatz der Zweipoligkeit:
a) dem Angreifer zu erlauben, in uns so viele negative Gefühle wie er nur will zu generieren und so viele Lügen, wie ihm gefällt zu verbreiten;
b) in uns selbst keinerlei Gefühl zu generieren, oder – wenn wir imstande sind, im Verhältnis zu ihnen einzig positive Gefühle zu generieren (die leichteste Art, dieses Ziel zu erreichen, ist die Erklärung für sich selbst, dass jene Kollaborateure faktisch „arme Opfer“ sind, die den UFOnauten-Simulationen“ erlaubten, ihre Gefühle auf eine so heftige Art und Weise zu manipulieren, und auch die Erklärung für sich selbst, dass die Quelle faktisch aller Probleme diese „Simulationen“ sind – und nicht die menschlichen Kollaboranten-Dummies, die sie benutzen, um die Probleme auf uns zu lenken).
c) sich auf die Folgen der Probleme zu konzentrieren, die von denen herbeigeführt werden, die uns angreifen, nicht dagegen auf die Kollaboranten, die diese Probleme hervorrufen – und logisch und objektiv ergründen, wie jene Konsequenzen uns selbst berühren, auch, wie sie andere Menschen aus unserer Umgebung berühren;
d) unparteiisch und ohne negative Gefühle jedem aus unserer Umgebung erklären, dass diese oder jene Menschen uns angreifen, auf welche Art sie uns angreifen, welche Folgen ihre Angriffe auf uns und welche Konsequenzen sie auf alle anderen Menschen um uns herum haben werden.
Auch wenn die obige Beschreibung keine genaue Deduzierung erlaubt, wie obige friedliche Methode des Widerstandes wirkt, so nutzt sie generell genommen zahlreiche Ähnlichkeiten, die zwischen den Gefühlen und den physischen Kräften existieren, und sie nutzt die Art, mit welcher der Grundsatz der Zweipoligkeit wirkt.
Um die Erklärung in einigen Worten zusammenzufassen: unsere Gegner generieren immer viele negativen Gefühle, um uns anzugreifen (jene negativen Gefühle können wir uns wie eine Wolke von tötenden Pfeilen vorstellen, die in unserer Richtung fliegen). Wenn wir als Antwort auf diese unangenehmen Gefühle auch ähnliche Gefühle generieren, konfrontieren unsere eigenen Gefühle die Gefühle der uns Angreifenden. Daher nehmen wir diesen Angriff auf uns und bemühen uns, ihn allein durchzustehen. Wenn wir jedoch keinerlei Gefühle als Antwort auf den Angriff generieren oder wenn wir nur positive Gefühle generieren (z.B. fühlen wir mit den Angreifern oder wir bringen es fertig, ihre guten Seiten zu lieben), dann akzeptieren wir keinesfalls diese Kräfte/Gefühle, die auf uns gerichtet sind.
Daher gehen die Kräfte/Gefühle völlig ohne Effekt durch uns und verbreiten sich in unserer Umgebung (dieses Durchgehen können wir uns vorstellen, weil wir selbst keinerlei Gefühle generieren und daher werden wir für jene Wolke von tödlichen Pfeilen wie eine unaufgeladene Luft, durch welche sie ohne jedweden Widerstand noch Schaden durchziehen). Daher bildet unsere Umgebung, wenn wir gleichzeitig jedem neben uns zum Thema jenes Angriffs und auch über die Konsequenzen, die dieser Angriff uns und anderen Menschen bringt, die Wahrheit sagen, einen geschlossenen Gefühlskreis, der Gefühle generiert, die entweder den durch die Angreifer generierten Gefühle entgegenstehen oder diese Gefühle neutralisieren.
Deshalb auch wird unser Umfeld zum Sieger über die uns Angreifenden. Die obige Methode der Selbstverteidigung bewirkt fast ein Wunder und überrascht mich immer wieder in ihrer Wirkung, weil ihre Ergebnisse sich auf eine Weise manifestieren, die unser gegenwärtiges Wissensniveau zeitweise nicht einmal imstande ist zu erklären. Für mich selbst bewies sie bereits ihre überraschende Effektivität (z.B. beim ersten Versuch mich Mitte des Jahres 2000 aus meiner Arbeitsstelle rauszuwerfen, wie das im Unterkapitel F1 beschrieben ist).
Jedoch, diese Methode ist anfangs sehr schwer auf richtige Art anzuwenden, weil wir jene natürliche Tendenz haben, immer denselben Gefühlen zu entsprechen wie die Gefühle, die durch die uns Angreifenden generiert werden. Wenn sie jedoch richtig angewandt wird, wird diese Methode zur hervorragenden Illustration des Grundsatzes der Zweipoligkeit.
Zum Beispiel, wenn wir es schaffen, in uns selbst einzig positive Gefühle gegenüber unseren Angreifern zu induzieren, dann ziehen wir ebenso die positiven Gefühle auf uns, welche die Angreifer zusammen mit den negativen Gefühlen erschafften, die sie sich bemühten, quasi anderswo hin zu richten. Deshalb zwingen solche positiven Gefühle die Angreifer, etwas Positives im Verhältnis zu uns zu fühlen und uns sogar in unserer Verteidigung zu helfen. Natürlich, während der Anwendung dieser Methode müssen wir uns daran erinnern, dass das Endergebnis von folgenden Faktoren abhängen wird:
a) wie genau wir es schaffen, in uns negative Gefühle auszulöschen (d.h. je stärker unsere negativen Gefühle auf die Angreifer gerichtet sind, um so geringer ist die Antwort unseres Umfeldes und desto größer ist der Anteil des Angriffs, den wir auf uns nehmen müssen),
b) wie viele Menschen es uns gelang, in die Details des Angriffs einzuweihen,
c) wie gut wir in der Lage waren, die wahren Folgen, die der betreffende Angriff für uns und andere Menschen hat, heraus zu stellen und darzustellen,
d) wie das Niveau der Moral bei den Menschen ist, die unsere Seite unterstützen. Es ist hinzuzufügen, dass der berühmte christliche Grundsatz, „die zweite Wange hinzuhalten, wenn wir auf die erste geschlagen werden“, vielleicht gerade die sehr vereinfachte und unvollkommene Art der Erklärung der vorliegenden Methode der friedlichen Verteidigung ist.
Der Grundsatz der Zweipoligkeit ist einer der ursprünglichen Grundsätze des gesamten intelligenten Universums, aus dem eine ganze Reihe von sekundären Gesetzen und Grundsätzen hervorgehen. Besprechen wir nun einige Beispiele besonderer Moralgesetze, die sekundär zu jenem Grundsatz sind.
2A. Gesetz der Zweischneidigkeit der Folgen.
Es ist die moralische Entsprechung des physischen „Gesetzes des Gleichgewichts“. Es stellt fest: „Die Summe aller uns betreffenden positiven und negativen (kurzzeitigen und langzeitigen) Folgen jedes Ereignisses oder jeder Wirkung /Tätigkeit/ muss sich auf Null ausgleichen, wenn sie in einem absoluten Beziehungssystem geprüft ist.“ In Übereinstimmung mit ihm kann nichts in unserer Welt nur positive oder nur negative Folgen haben, wohingegen die Worte „das ist gut“ oder „das ist schlecht“ nur wahr sind, wenn sie als Ersatz für die Worte „das ist moralisch“ sowie „das ist unmoralisch“ genutzt werden.
Das Gesetz der Zweischneidigkeit wird bereits in vielen Sprichwörtern ausgedrückt, deren erschöpfende Aufstellung in der Arbeit [9] enthalten ist. Um hier einige Beispiele zu geben, z.B Sprichwörter in polnischer Sprache, die feststellen, „dass es nichts so Schlechtes gebe, um nicht auf Gutes hinauszulaufen“ oder in englischer Sprache, dass „jede Wolke einen silbernen Streif besitzt“ („every cloud ha a silver lining“), oder auch Sprichwörter, die das genaue Gegenteil ausdrücken, z.B. unserem (polnischen) „Keine Rose ohne Dornen“ – d.h. den sich Bemühenden zu informieren, dass es „nichts so Gutes gibt, als dass es nichts Schlechtes bringt“, oder dem holländischen “De één zýn brood, is de ander zýn dood”, was man übersetzen kann mit „Des einen sein Brot ist des anderen sein Tod“. Was alle diese Sprichwörter sich bemühen auszusagen, ist eben die Existenz des Gesetzes der Zweischneidigkeit, also des Faktes, dass im absoluten und langzeitigen Sinne „das ‘Schlechte’ so viel ‘Gutes’ hervorbringt, wie das ‘Gute’ ‘Schlechtes‘“, dass „alles in sich ebenso sein genaues Gegenteil beinhaltet“, dass „jedes Problem seine Lösung in sich trägt“, usw.
Um hier auch einige Bilder für die Wirkung des “Gesetzes der Zweischneidigkeit der Folgen“ zu berühren, so kann ein Beispiel dafür sein: Trinken von Alkohol (erst Vergnügen und Freude, dann Kater und Leiden), Unterstützung eines Armen durch Geben einer Chance, eine gewisse Summe Geld verdienen zu können (die negative Folge ist das Loswerden unseres Geldes, positive, diesen Verlust kompensierende Folgen bestehen in der Erweckung der Dankbarkeit des Armen und der Eröffnung des Kredits guten Willens, sowie in der Eröffnung der Möglichkeit des Rückerhalts mit Hilfe des Bumeranggesetzes, u.ä.), Essen von Bonbons (angenehmer Geschmack im Augenblick des Essens, jedoch Zahnschmerzen und schlechter Nachgeschmack nach einer gewissen Zeit), oder das Gehen zum Zahnarzt (erst war der Schmerz und das Leid, dann jedoch Ruhe und Gesundheit).
Das Gesetz der Zweischneidigkeit lässt sich mathematisch beschreiben. Ein Beispiel für seinen mathematischen Ausdruck ist folgende Gleichung:
GP – GN = 0 (1I4.1.1),
wo: GP die Summe positiver Konsequenzen für die betreffende Person repräsentiert (beispielsweise die Summe der Moralenergie, die durch eine betreffende Erscheinung oder Wirkung generiert wurde), wohingegen GN die Summe negativer Konsequenzen betreffender Erscheinung oder Wirkung für die Person repräsentiert, welche sie ins Laufen gebracht hat (beispielsweise die Summe der physischen Energie, welche benutzt wurde zum Zwecke der Realisierung einer betreffenden Erscheinung oder Wirkung).
#3. Grundsatz der Umkehrung der Energie.
Er stellt fest, dass „wann immer in einem geschlossenen System eine Umkehrung zwischen der Moralenergie und der physischen Energie auftritt, die Summe jener beiden Typen von Energie vor und nach der Umkehrung gleich bleiben“. Das kann mathematisch mit folgender Gleichung ausgedrückt werden:
EB + PB = EA + PA (2I4.1.1)
Wo EB und EA der Wert der moralischen Energie vor und nach der Umkehrung sind, während PB und PA die physische Energie vor und nach der Umkehrung ist. (Beachte, dass die physische Energie die Summe von potentieller und kinetischer Energie ist und dass deren Wert definiert und mathematisch auf dieselbe Art ausgedrückt sind, wie die heutige Wissenschaft sie definiert und ausdrückt). Die Moralenergien EB und EA aus der Gleichung (2I4.1.1) sind mit Hilfe folgender Abhängigkeiten (2JE8) definiert:
E = FS + 0 (µ/µr)frsr
wo die besonderen Symbole folgende Bedeutung besitzen: (F) sind die Gefühle, wohingegen (S) die Motivationen des Gebenden sind (das heißt, dass (F) und (S) Gefühle und Motivationen sind, die durch die Person generiert wurden, welche die betreffende Umkehrung der Energie herbeiführte); (fr) und (sr) sind die Gefühle und Motivationen des Empfängers (das heißt, dass (fr) die Gefühle sind, während (sr) die induzierten Motivationen bei einem beliebigen der Menschen sind, welche die Folgen der Wirkung berühren, die die betreffende Umkehrung der Energie herbeiführt) – beachte, dass in den Gleichungen der moralischen Energie die großen Letter immer den Gebenden betreffen, während die kleinen Letter immer den Empfänger der betreffenden moralischen Wirkungen /Tätigkeiten/ betreffen. Das Symbol (E) bedeutet den Prozess der Summierung aller Empfänger der betreffenden Tätigkeit /Wirkung/ (z.B. wenn der Gebende ein Lehrer ist, dann bedeutete das Symbol (E) die Summierung der Gefühle (fr), bereichert durch die Motivationen (sr), welche in allen Studenten/Hörern des betreffenden Lehrers generiert wurden. Der Faktor (0) repräsentiert das telepathische Leistungsvermögen der Kommunikation zwischen Gebendem und jedem der Empfänger der betreffenden Wirkung. (Es ist bemerkenswert, dass wenn die Empfänger den Gebenden nicht mit eigenen Augen sehen, der Wert (0) dann so bedeutend fällt, dass er die Gleichung 0=0 annehmen kann.
Aus diesem Grund können alle Wirkungen, die ohne Blickkontakt zwischen Gebendem und Empfängern herbeigeführt werden, mit der vereinfachten Gleichung beschrieben werden, die die Form (1JE8): E = FS) annimmt. Der Faktor (µ/µr) drückt die moralische Kompatibilität/ Übereinstimmung des Gebenden (µ) und des Empfängers (µr) aus, das heißt das gemeinsame Verhältnis ihrer Niveaus der Speisung mit moralischer Energie. Bemerkenswert, dass das Gefühl (fr) der Empfänger nicht immer positiv sein muss und in einigen Fällen negativ sein kann (z.B. die betreffende Wirkung führte Eifersucht und Hass herbei), sogar, wenn die Intentionen des Gebenden positiv waren – d.h. wenn der Gebende positive Gefühle (F) generierte. Dem ähnlich müssen die Motivationen (sr) der Empfänger nicht immer positiv sein und bei einigen negativ motivierten Menschen können sie einen negativen Wert annehmen (z.B. repräsentieren sie das Vorhaben der Herbeiführung eines Schmerzes oder drücken eine Nichtbilligung der betreffenden Aktion aus).
Deshalb können wir faktisch in einigen Situationen, wenn wir unsere Handlungen mit Zugang des Blicks der Empfänger tätigen, anstelle unsere moralische Energie (E) zu erhöhen, diese Energie verringern. (Das ist eben der Grund dafür, dass der Totalizmus und auch einige Religionen, deren Schöpfer über die Folgen jenes Grundsatzes der Umkehrung der Energie Bescheid wussten, empfehlen, dass wir gute Taten nicht auf eine Art ausführten, dass ihre Empfänger wissen, von wem diese Taten kommen – sondern empfehlen eher, dass wir gute Taten anonym vollführten.
Um die Folgen des Grundsätze der Umkehrung der Energie in einfachen Worten zu erklären, sie liefert die mathematischen Grundlagen, die erhellen, dass wann immer wir irgendeine Handlung, die die moralische Energie generiert, durchführen, wir dann gleichzeitig in dieselbe Handlung dieselbe Menge physischer Energie hineinlegen müssen und vice versa. Eben auf Grund jenes Grundsatzes müssen wir, wenn wir „auf den Berg“ des Moralfeldes klettern, immer eine bemerkbare physische Mühe hineinlegen, während wenn wir irgendwann in die Tiefe jenes Moralfeldes rutschen, wir dies ohne Mühe tun und sogar eine bemerkbare Menge an Vergnügen generieren.
Der Grundsatz der Umkehrung der Energie ist die moralische Entsprechung für den physischen „Grundsatz der Energieerhaltung“, der feststellt, dass „wenn sich der steife Körper oder das System des Körpers unter der Tätigkeit der erhaltenden Kräfte bewegt, die Summe der kinetischen und der potentialen Energie feststehend /dauerhaft/ bleibt.“ Jener Moralgrundsatz ist genau so wichtig wie ihre physische Entsprechung und kann in unzähligen Fällen genutzt werden, wenn die Folgen irgendjemandes Taten gezählt oder gemessen werden müssen. Zum Beispiel kann sie für den Nachweis der Menge von geistiger Arbeit genutzt werden, die die Entsprechung der Menge der physischen Arbeit ist. Jedoch in Übereinstimmung mit der Gleichung (2I4.1.1) unterliegt die geistige Arbeit auch der Verlagerung unserer Intellekte im moralischen Feld und deshalb muss sie zur Umkehrung der physischen Energie und der moralischen Energie führen.
(Natürlich ist die Richtung, in die diese Umkehrung auftritt, d.h. ob sie uns speist oder auch die moralische Energie vertreibt, mit dem Gefühlsmechanismus beschrieben – wie im Unterkapitel I5.5 dieser Monographie erklärt.) Eigentlich liefert dieser Grundsatz der Umkehrung der Energie einen der fundamentalen Grundsätze, die die Schaffung einer völlig neuen Disziplin – „totaliztische Mechanik“ genannt, die im Kapitel JG der vorliegenden Monographie beschrieben.
Diese neue Disziplin lehrt uns, wie man solche Größen wie jemandes notwendigen Arbeitsaufwand errechnet, damit diese Person den Nirvana-Zustand erreichen kann, wie die Größe der moralischen Energie, die während bestimmter physischer Tätigkeiten generiert wird u.ä. Des weiteren gibt der Besitz des rechnerischen Rüstzeugs, welches die Durchführung solcher Berechnungen gestattet, den moralischen Ereignissen dieselbe angewandte Kraft, welche gegenwärtig die physischen Ereignisse besitzen. Daher ist der einzigste Grund, für den die Menschen ständig die Moralgesetze brechen und pausenlos für jenen Bruch bestraft werden, der, dass das Wissen über diese Gesetze und seine Verbreitung, obwohl schon lange publiziert und für interessierte Menschen zugänglich, vom „Fluch der Entwickler“ (Beschreibung und Gründe seiner Tätigkeit sie Unterkapitel NH6.4) blockiert wird.
Der Grundsatz der Umkehrung der Energie ist ebenso eines der ursprünglichen Grundsätze des intelligenten Universums. Auch aus ihm ergeben sich zahlreiche sekundäre Gesetze und Grundsätze. Besprechen wir jetzt einige Beispiele von Moralgesetzen, die sekundär sind in Bezug auf jenen Grundsatz.
#3.A. Das Gesetz der Erarbeitung von allem.
Es besagt, dass: „man alles im Leben erarbeiten muss – das Wohl, das ohne vorherige Erarbeitung auf jemanden fällt, ist im materiellen Sinne entweder verloren oder muss ebenso abgearbeitet werden in Form späteren Schmerzes, Mühen und Entsagungen.“ Genauere Illustrierungen des Wirkens dieses Gesetzes sind auch im Traktat [7] enthalten. Seine Wirkung in Bezug auf die Menschen ist schon seit Jahrhunderten mit zahlreichen Sprichwörtern ausgedrückt (siehe [9]). Zum Beispiel drückt es das polnische Sprichwort aus: „Bez pracy nie ma kolaczy“ – „Ohne Fleiß kein Preis“ – oder das englische „No pain no gain“. Dieses Gesetz besitzt einige Abwandlungen, die sich besonders auf seine Wirkung in verschiedenen Lebenssituationen beziehen. Ihre Beispiele können sein:
– Gesetz der totalen Gerechtigkeit.
Es gibt vor, dass „jeden im Leben das erwartet, was er sich erarbeitet/ verdient hat.“
– Gesetz des Verlustes der Gaben/Geschenke.
Es stellt fest, dass „alle Gaben verloren sein werden, möglich, dass die beschenkte Person sie sich zuvor erarbeitete, oder dass ihre Langzeiteffekte negativ werden im proportionalen Verhältnis zu ihrer Wertigkeit.“
– Gesetz der Wertlosigkeit nicht erarbeiteter Gewinne.
Es besagt, dass „ alle durch jemanden ohne vorherige Erarbeitung erreichten Gewinne entweder verloren gehen oder auch die Rechnung für sie zu einem späteren Termin kommt.“ Dieses Gesetz ist besonders in einigen östlichen Kulturen respektiert, zum Beispiel in der chinesischen Kultur. Auf Grund seines Wirkens teilen die Chinesen sogar das Geld in sauberes und nicht sauberes ein („good money“ und „bad money“). Beispielsweise werden Gelder, die aus Diebstählen, Betrug, Erpressung, Spiel, Lotto u.ä. resultieren, von ihnen als „unsauber“ betrachtet und die Chinesen glauben, dass sie sich entweder sehr schnell verflüchtigen, ohne dem Besitzer Satisfaktion zu geben, oder sie werden zur Quelle irgendwelcher Schwierigkeiten und bedauerlichen Folgen – proportional zu ihrem Wert. Um also diesen „unreinen“ Charakter nach seinem Erwerb zu neutralisieren, bemühen sich die chinesischen Besitzer einen erheblichen Anteil (gewöhnlich zwischen 25 und 50 %) für edle und wohlwollende Zwecke einzusetzen. Der chinesische Volksglaube sagt in der Tat, dass wenn mit einem gehörigen Anteil des „unreinen“ Geldes etwas Edles und Moralisches für das Wohl anderer Menschen getan wird, dann auch der restliche Teil des Geldes seinen unreinen Charakter verliert.
[b]– Gesetz der intellektuellen Trägheit (Kräfte-Neigung aller Veränderungen).
[/b]Es stellt fest, dass „jedwede Veränderung einer aktuell existierenden Situation (d.h. des intellektuellen Status quo) Mühen einfordert, die proportional zur Anzahl der Personen, die von dieser Veränderung betroffen sind“ (d.h. wörtlich: F=ma). Aus diesem Gesetz ergibt sich, dass die Einführung neuer Ideen, Beweise oder Ansichten ins Leben auf intellektuellen Widerstand trifft, dass die wissenschaftlichen Ansichten oder Theorien, die einmal ins Laufen gebracht werden, dann ungewöhnlich schwierig sind zurückzuziehen oder zu verändern – sogar, wenn sie völlig irrig wären, u.ä.
Um zu illustrieren, wie rücksichtslos das Wirken dieses Gesetzes ist, nehmen wir für einen Augenblick an, dass der Leser den in den Monographien der Serie [5] präsentierten formalen Beweis kennt und akzeptiert, dass „die Tunga-Explosion aus dem Jahre 1908 von einer Explosion eines Antriebs eines zigarrenförmigen Komplexes dreier UFOs des Typs K6 herbeigeführt wurde. Jedoch beim Versuch der Wiederholung dieses Beweises für das Umfeld wird dieser Leser sicherlich berichtigt und versichert, dass er im Irrtum ist, weil die Tunga-Explosion vom Fall eines großen Meteoriten hervorgerufen wurde – so wie ihre Erklärung nämlich in den ersten Publikationen zum Thema dieser Explosion verbreitet wurde.
#4. Grundsatz der Zielgerichtetheit.
Es besagt, dass „alle Gesetze unseres Universums, darin eingeschlossen die Moralgesetze, so installiert sind, dass das mit ihnen übereinstimmende Auftreten uns und das Universum zu unaufhörlicher Entwicklung und Vervollkommnung führen wird.“ Daher müssen alle Handlungen, die in Übereinstimmung mit diesen Gesetzen liegen, sehr schwer im Augenblick der Realisierung sein, mühevoll und/oder unangenehm. Die Aufnahme also dieser Handlungen kann einzig in dem Falle auftreten, wenn die Kraft jemandes Intellekts über die natürlichen Neigungen seines/ihres Körpers dominieren. Dagegen alles, was im Augenblick der Ausführung leicht, schnell und angenehm ist, muss gleichzeitig als gegen die Moralgesetze bemessen werden. Daher wird die Förderung unserer natürlichen Tendenzen zur „Bewegung entlang des geringsten intellektuellen Widerstandes“, bzw. den Annehmlichkeiten im Leben der Leichtigkeit/Oberflächlichkeit und der Hast zu unterliegen, gleichzeitig mit der Wirkung gegen die Moralgesetze verknüpft sein – siehe Philosophie „Totalizmus“, beschrieben in den Kapiteln JA, JB und JC. Um das Obige in Form von einfachen Sprüchen auszudrücken: „das, was moralisch ist, ist immer schwer“ und „das, was schnell, leicht und angenehm ist, ist mit Sicherheit unmoralisch.“
Der Grundsatz der Zielgerichtetheit ist ebenso eines der ursprünglichen Grundsätze des intelligenten Universums. Auch aus ihm ergeben sich zahlreiche sekundäre Gesetze und Grundsätze. Besprechen wir einige Beispiele detaillierter Moralgesetze, die sekundär im Verhältnis zu jenem Grundsatz stehen.
#4A. Gesetz des nützlichsten Verlaufs der Ereignisse.
Das ist wahrscheinlich das am schwierigsten beweisbare Moralgesetz. Nur eine theoretische Voraussetzung für seine Existenz ergibt sich aus der Definition dieser Gesetze, die im Unterkapitel I3.6. gegeben sind. Sein faktisches Wirken beobachtete ich an mir selbst wie auch bei meinen Nächsten und Bekannten als Ergebnis der Analyse ihrer wirklich existierenden Erlebnisse. Das Wirken dieses Gesetzes kann man auf nachfolgende Art ausdrücken: „Aus der Vielzahl verschiedener Ereignisse, von denen wir in jedem Moment unseres Lebens betroffen sein können, sind diejenigen gewählt und an uns realisiert, welche die schnellste und effektivste geistige Entwicklung unserer selbst als auch der Personen, die entweder genauso von den Folgen betroffen sind oder sich auch nur unseres Schicksals bewusst werden, sichern.“
Eben auf Grund der Wirkung dieses Gesetzes sind letztlich alle Menschen zufrieden mit dem Verlauf ihres Lebens und würden es nicht mit dem Leben eines anderen tauschen. Das o.g. Gesetz kann auch durch einige andere Formulierungen ausgedrückt werden. Hier sind einige von ihnen:
– „Im Leben treffen wir immer das an, was im absoluten Ausmaß für uns das Beste ist“, auch wenn wir dies in dem Augenblick, wenn es uns begegnet, überhaupt nicht als gut empfinden. Im Fall, wenn uns also unangenehme Ereignisse treffen, bezieht man sich auf das Sprichwort: „Es gibt nichts so Schlechtes, dass es nicht auf etwas Gutes hinausliefe“ – daher beobachten wir bei Misserfolgen ihre Lernkraft und zukünftigen positiven Folgen.
– „Jeder erhält im Leben Hinweise“, richtungsweisende Wirkungen und Warnungen vor Unglück, nur, dass nicht jeder auf sie achtet. Die Informationen werden uns mit Hilfe von Mitteln und Möglichkeiten unserer Welt übermittelt, weshalb sie für viele Personen unbemerkt bleiben.
– „Im Leben passiert immer das, was von uns nicht vorhergesehen wurde“ – was schon als vorher besprochenes Moralgesetz aufgezählt wurde. Die Engländer haben dafür eine hervorragendes Sprichwort: „It is unexpected that always happens“ (d.h. „Das Unvorhersehbare ist das, was immer passiert.“). Ich denke, dass der Grund für diese Dominanz der unvorhergesehenen Ereignisse gegenüber den vorhersehbaren Ereignissen der ist, dass dadurch, dass wir ständig dem Wirken der Ereignisse unterliegen, deren Auftrittsmöglichkeiten wir nicht probierten oder nicht vorherzusehen imstande waren, uns der universelle Intellekt zum Trainieren des eigenen Geistes in Analyse und Vorhersehen aller Möglichkeiten zwingt, die in der betreffenden Situation ihren Platz haben können.
Es ist wert hinzuzufügen, dass in einigen östlichen Kulturen (z.B. der chinesischen Kultur) Mechanismen ausgearbeitet wurden, welche unaufhörlich gewöhnliche Personen an das Überdenken von Möglichkeiten des Auftretens von Unvorhergesehenem, wie auch über den mentalen Verlauf dessen Auftretens erinnern. Diese Mechanismen basieren auf Übertreibungen. In diesen Kulturen wurde ein ungewöhnlich kompliziertes System von Übertreibungen erarbeitet, die die Aufmerksamkeit der Menschen auf Omen und verschiedene Vorhersage- und Warnzeichen lenken. Dieses System zwingt des weiteren jede Person zum unaufhörlichen Erwägen der Möglichkeiten des Auftretens irgend eines unvorhergesehenen Ereignisses, denn durch die Erwägung der Chancen seines Auftretens gestaltet sich dieses Ereignis zum „vorhersehbaren“ und dadurch verläuft sein Erscheinen effektiv.
– „Seien wir dankbar für alles“, auch wenn es nicht genau das ist, was wir wollten und erwarteten. Alles, was uns geschieht, wird nämlich in Anzahl, Wert und auf entsprechendste Art für unser Wohl und geistige Entwicklung serviert. Ebenso, wenn wir etwas erhalten, sollten wir wir es nicht mit dem, was andere erhielten, vergleichen. Der bekannte buddhistische Spruch besagt „Cling not to nothing for at the end everything goes away” (siehe [9], was locker zu übersetzen ist mit „klammere dich an nichts, am Ende geht alles vorbei“. Lernen wir durch die Analyse der Schicksale anderer Personen.
– „Lernen wir aus unseren eigenen Fehlern und analysieren wir jeden Misserfolg.“
Wenn uns im Leben irgendein Misserfolg trifft, existierte es eben im betreffenden Moment und Ausmaß aus wenigstens zwei Gründen, d.h. um uns zu verstehen zu geben, dass (1) etwas nicht in Ordnung ist mit unserem Auftreten und wir an der Korrektur beginnen müssen zu arbeiten und (2), dass wir davor etwas taten, das entweder gemäß dem Bumeranggesetz oder dem Gesetz der Maximierung des Lerneffekts uns jetzt so eine Rückgabe bescherte – in Zukunft müssen wir darauf achten, dass wir solch ein Auftreten nicht wiederholen.
– „Im Zeitraum eines Lebens wird fast das ganze in ihm geschaffene Karma der Rückgabe unterliegen.“ Seien wir also vorbereitet, dass alles, was wir gegenwärtig tun, uns noch in diesem Leben zurückgegeben wird, damit in das nächste Leben ein Karma übertragen wird von fast Null. Bemerkenswert ist, dass der Übertragung auf das nächste Leben nur das Karma unterliegt, das unmöglich war, in diesem Leben zurückzugeben. (Beispielsweise können kinderlose Personen keine Rückerstattung ihres Verhaltens ihren Eltern gegenüber bekommen und eine sterilisierte Frau kann ihre Rückerstattung nicht eher erhalten, bevor sich sich nicht als Mann reinkarniert.)
– „Für die betreffende Person ist jedes sie betreffende Ereignis subjektiv balanciert im Sinne ihrer Kräfte des schlechten und guten Tuns.“ (Diese Kraft bezieht sich auf das aktuelle Niveau der Erfahrungen dieser Person.) Die Chinesen nennen diese Balance „Gesetz von Yin und Yang“. Das Obige bedeutet, dass wenn beispielsweise jemand ein lang erwartetes Präsent erhält, dann wird sich mit diesem Präsent ein Ereignis oder Detail verbinden, das dem Empfänger den Empfang verdirbt, auf diese Weise subjektiv balancierend die angenehmen (guten) und unangenehmen (schlechten) Effekte seines Erhalts.
Des weiteren, wenn jemanden irgendein Unglück oder Schaden trifft, wird sich mit diesem auch (zeitweilig oder ursächlich) irgendein anderes positives Ereignis verbinden, das subjektiv die negative Auswirkung ausbalanciert. Auf der selben Grundlage wird eine große Tat irgendein sie schädigendes Detail besitzen, und jedes Gerät hat nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile. Die Aktion obigen Prinzips der Balancierung wird durch eine Reihe von Sprichwörtern und Redensarten widergespiegelt. Geben wir hier Beispiele: „Wenn Gott jemandem die Tür schließt, öffnet er gleichzeitig ein Fenster.“, „Das Glück ist blind“ /Eigentlich wörtlich: „Das Glück rollt mit einem Rad“/. Das Prinzip dieser Balancierung manifestiert sich sogar eine Art Gesetz, das besagt, dass „je primitiver die Zivilisation ist, desto mehr gibt es übernatürliche Eingriffe in ihre Angelegenheiten.
Dieses Gesetz ergibt sich aus dem Fakt, dass in sehr primitiven Zivilisationen keine wissenschaftlichen oder technischen Faktoren vorhanden sind, die die sie betreffenden schlechten Ereignisse ausbalancieren würden. Daher führt der universelle Intellekt die Balancierung dieser Ereignisse durch übernatürliche Intervention durch. In wissenschaftlich und technisch hochentwickelten Gesellschaften dagegen gibt es verschiedenste Chancen zur Balancierung schlechter Ereignisse bereits ohne Flucht in übernatürliche Interventionen. Daher fällt in hochentwickelten Zivilisationen der Anteil übernatürlicher Erscheinungen im Alltag drastisch.
#4B. Gesetz der Maximierung des Lerneffekts.
Es ist das Resultat der Zusammensetzung des Prinzips von Ursache und Wirkung mit dem Gesetz der Günstigsten Wendung der Ereignisse. Es besagt, dass: „jedes uns betreffende Ereignis sorgfältig im Hinblick auf die Art der von ihnen bewirkten Effekte auf uns, ihrer Intensität, Kraft und Wirkungsweise und des genauen Moments und der Umgebung des Vorfalls gewählt ist, so dass seine Lehrkraft größtmöglich ist und die moralische Lektion, die es uns erteilt, so viele Ebenen und Probleme wie möglich betrifft.“
Aus diesem Gesetz ergibt sich also beispielsweise, dass wenn etwas zusammenbricht, tritt dies auf eine Art ein, die größten Schaden anrichten kann und die uns einige moralische Lektionen gleichzeitig erteilt; dass eine Grippe die Menschen immer im ungeeignetsten Moment erwischt, wenn alles andere brandeilig zu sein beginnt bzw. dass die Schwierigkeiten gewöhnlich in ganzen Scharen auftreten und viele Probleme auf einmal betreffen, um uns so am effektivsten zum Denken und Reflektieren zu zwingen. Hier ist auch erwähnenswert, dass im Hinblick auf die unikale Tätigkeit des Gesetzes der Maximierung des Lerneffekts a) „jeder Versuch, die Verantwortung oder Schuld für unser eigenes Versagen und Fehler auf jemand anderen abzuwälzen, ist die Weigerung, die moralische Lektion anzunehmen, die auf uns appliziert wurde – daher wird diese Lektion uns in der Zukunft mit bedeutend mehr Kraft wiederholt.“ und (b) „jede Niederlage und jedes Leid, das uns in unserem Leben begegnet, stellen wir uns als persönlichen Sieg und Erfolgsgefühl vor, wenn es uns nur gelingt, uns den Inhalt der moralischen Lektion/ des moralischen Gesetzes bewusst zu machen, die uns etwas lehren sollten.“
Das Gesetz der Maximierung des Lerneffekts wird durch ein ungewöhnlich wichtiges Attribut gekennzeichnet. Es ist Fakt, dass das Gesetz der Maximierung des Lerneffekts besitzt die Macht der Erweiterung des Bumeranggesetzes in Bezug auf negative Erfahrungen und zur Erzeugung eines Karmakredits. Das bedeutet, dass es die Kraft hat zu bewirken, dass einige unangenehme Ereignisse, die uns im Leben begegnen, nicht zwangsläufig sich aus dem Bumeranggesetz und den Einschreibungen in unserem Karma ergeben müssen, sie jedoch als „Zugabe“ serviert werden, um moralische Lektionen in dem moralischen Bereich zu liefern, in dem definitiv eine Schulung für uns selbst oder auch der Personen, die unser Schicksal beobachteten. (Diese Lektion wird so ausgewählt, dass sie für uns und ein möglichst breites Spektrum an Menschen, die unseres Schicksals bewusst werden, lehrreich wird.)
Aus den bisherigen Analysen des Mechanismus dieser auf das Karma erweiterte Tätigkeit des Gesetzes der Maximierung des Lerneffekts scheint sich zu ergeben, dass es eine Art Ursache-Wirkung – Umkehrung des Bumeranggesetzes ist. Um diesen Mechanismus zu erklären, so sieht es danach aus, dass, wenn uns ein lehrreiches Ereignis begegnet, wofür wir noch kein Karma angesammelt haben, das Ereignis dann in uns das sog. „Kreditkarma“ erzeugt. Dieses Kreditkarma hat die Eigenschaft, dass es realisiert werden kann, aber überhaupt nicht muss. Es bewirkt, dass einzig in Fällen, wenn wir in der Zukunft etwas tun, wofür es programmiert wurde, wir für dieses zukünftige Tun nicht mehr bezahlen müssen, weil wir es früher bezahlt haben. Wenn wir jedoch so etwas nicht freiwillig tun, muss es überhaupt nicht realisiert werden.
Das bedeutet, dass im Falle, wenn gemäß des Gesetzes der Maximierung des Lerneffekts uns ein Ereignis widerfährt, erhalten wir für dieses Ereignis ein Kreditkarma, dessen Nutzung später eintritt. Erwähnenswert an dieser Stelle ist, dass die Existenz dieses Kreditkarmas neben der Vergebung und neben den Handlungen mit Sammelfolgen (z.B. Torpedierung eines gesamten Schiffes oder das Schreiben eines moralisierenden Buches) eine der weiteren Möglichkeiten des Auftretens von Mechanismen ist, die eine Unterbrechung der Karmakette der Rückgaben ermöglicht. (D.h. es wird eine Beendigung der Wiederholungsserien desselben Ereignistyps ermöglicht, die ohne Existenz dieses Unterbrechungsmechanismus immer jedem seiner Verursacher zufallen würden und daher es unmöglich wäre, sie zu eliminieren. Wenn zum Beispiel jemand jemanden tötet, müsste er auch durch jemanden getötet werden usw. bis in die Unendlichkeit, sei denn, jemand unterbricht diese Kette, z.B. mit dem Kreditkarma.) Die Kenntnis dieser Mechanismen ist für uns wesentlich, da ihre praktische Nutzung die schrittweise Verbesserung der Welt, in der wir leben, ermöglicht.
Es gibt einen interessanten Aspekt des Gesetzes der Maximierung des Lerneffekts, den ich während den Untersuchungen der mir bekannten Fälle seiner Auslösung beobachtete. Es handelt sich darum, dass Personen, denen eine unangenehme Erfahrung widerfahren soll, für die sie kein früher generiertes Karma besitzen, immer getarnt um ihr Einverständnis gefragt werden, diese Erfahrung durchzumachen. Diese Frage ist natürlich nicht offen und bewusst gestellt, findet aber auf der Ebene des Unterbewusstseins statt. Sie kann z.B. auf der Prüfung beruhen, ob die betreffende Person das gerade auf sie zukommende Unheil akzeptieren oder es eher nicht annehmen möchte. Wenn sich jemand unbewusst gegen die annahme dieser Erfahrung widersetzt und sie nicht akzeptieren will, dann wird die Erfahrung nicht serviert und es tritt eine übernatürliche Intervention ein, die sie entweder modifiziert oder auch vollkommen annulliert. Die Erfahrungen, die sich aus diesem Gesetz ergeben, werden also nur demjenigen serviert, der durch seine unterbewusste Akzeptanz oder Resignation oder auch durch seine bewusste Wahl ihre unangenehme Erfahrung akzeptiert, die sie aber noch nicht mit ihrem früheren Verhalten verdienten.
Von allen möglichen Ursachen für das Auslösen der Aktionen des Gesetzes der Maximierung des Lerneffekts, spielt ihr freiwilliges Auslösen eine besondere Rolle. Sie tritt immer dann ein, wenn die betreffende Person eine bewusste Entscheidung trifft, dass sie freiwillig und aus freien Stücken durch eine Art unverdientes Leiden geht, um auf diese Weise ein Beispiel für andere zu werden, sie auf den richtigen Weg zu führen, ihnen eine wichtige Lektion zu erteilen usw. Beispiele für solches freiwilliges Auslösen gibt es unzählige. Um hier einige allgemein bekannte zu nennen, gehören zu ihnen: Sokrates (griechischer Philosoph aus Athen, 469 v. Chr. bis 399 v.Chr.), Jesus, der Schotte William Wallace (1270-1305), Jeanne D’Arc, Vater Kolbe (der freiwilig einverstanden war, stellvertretend für einen anderen Häftling zu sterben), Mutter Teresa. In jedem Fall des freiwilligen Auslösens dieses Gesetzes ist der moralische lehrende Impakt riesig – was noch ein Beweis dafür ist, dass sich hinter den Aktionen der Moralgesetze der universelle Intellekt verbirgt, der die Erinnerung an diejenigen aufrecht erhält, die die durch ihn auferlegten Gesetze bewahren.
#4C. Gesetz der Komplexität /Mehrschichtigkeit/ der Konsequenzen.
Es ergibt sich auch aus den Prinzipien der Zielgerichtetheit, aber genauer aus dem Fakt, dass sich nichts im Leben aus Zufall passiert. (Noch genauer, dass jedes Ereignis, das uns in unserem Leben begegnet, eine ganze Reihe von tiefliegenden Zielen und Gründen besitzt.) Ergebnis dieses Gesetzes ist, dass alle Ereignisse, die uns im Leben begegnen, immer einen mehrschichtigen moralischen Ausdruck besitzen. Sie dienen also einigen moralischen Zielen auf einmal. Die Mehrschichtigkeit ruft hervor, dass ein und dasselbe Ereignis verschiedene moralische Lektionen mit einigen verschiedenen Themen gleichzeitig liefert. (Obwohl wir nicht immer alle Aspekte der betreffenden Lektion wahrnehmen.)
Wenn wir beispielsweise eine starke Grippe bekommen, wenn wir nicht auf Mama gehört haben und uns zu leicht angezogen haben und wir jemanden küssten, der gerade ein Grippe durchmachte, und die Fesselung ans Bett ein Treffen mit Freunden verhinderten, mit denen wir zweifelhafte Interessen verfolgten, zeigen uns besonders die Ebenen derselben moralischen, „Grippe“ genannten Lektion u.a. auch: beginnen, genau auf das zu hören, was Mama sagt, beginnen, auf Hygiene zu achten und ebenso unser Verhältnis zu unseren Freunden zu revidieren. Deshalb lässt sich der Inhalt des Gesetzes der Mehrschichtigkeit der folgen wie folgt ausdrücken: „Alles, was uns im Leben begegnet, besitzt immer mehr als ein Ziel und mehr als eine moralische Konsequenz.“ Das Gesetz verlangt also, dass in jedem Ereignis, das wir erfahren, man auch Ziele und Konsequenzen aus anderen Ebenen entdecken kann als die, die augenfällig sind. In der Tat ist die Anzahl der Ebenen, die wir in einem beliebigen Ereignis sehen, ein Anzeichen für unsere moralische Reife.
Beispielsweise sehen die Ignoranten der Moral immer in dem betreffenden Ereignis nur die erste/ sofortige Ebene – ob sie für sie angenehm/ gut oder unangenehm/ schlecht ist (z.B. beim Essen von Zucker sehen sie nur die Ebene „schmeckt“ oder „schmeckt nicht“). Die Menschen beginnen im ersten Stadium des Kennenlernens des Totalizmus auch die nächste Ebene langfristiger Konsequenzen wahrzunehmen (z.B. beim Essen von Zucker sehen sie auch seinen Einfluss auf die Zähne oder Diabetes – und beginnen daher die Wirkung des Gesetzes der Zweischneidigkeit der Konsequenzen). Letztlich beginnen Menschen mit fortgeschrittenen Kenntnissen des Totalizmus die Konsequenzen auf einigen weiteren Ebenen wahrzunehmen (d.h. beim Essen von Süßigkeiten beginnen sie die Mühe und die Liebe der Mutter wahrzunehmen, die sie kaufte, die Moral und die moralische Energie der Fabrik, die sie herstellte usw.).
#4D. Das Gesetz des Vorrangs moralischer Gesetze über die Gesetze der Physik.
Es ergibt sich aus der Überordnung der Gegen-Welt über die physische Welt. Es stellt fest, dass „in Situationen von Kollisionen von Gesetzen und auch in Bezug auf die Intellekte, die über einen überkritischen Stand der Moralenergie verfügen, sich die physikalischen Gesetze unter der Kontrolle der Moralgesetze befinden.“ Ihr Wirken geschieht auf verschiedene Weise. Einige davon erläutern wir hier.
– Mit unserem Alter auftretender Wandel der physikalischen Gesetze. Die physikalischen Gesetze wirken nur in dem Fall störungsfrei und gemäß ihrem Inhalt, wenn von ihrem Effekt nicht die Erfüllung irgendwelcher moralischer Gesetze abhängt. Daher sind viele Ereignisse, die wir in unserer Kindheit beobachten, ausschließlich von physikalischen Gesetzen regiert.
Schließlich besitzen wir da weder eine Ansammlung einheitlichen „Karmas“ noch ein von der Norm abweichendes Niveau unserer moralischen Energie, das in unserer Umgebung Änderungen der physikalischen Gesetze herbeiführen könnte. In dem Maße, wie mit unserem Alter die Ansammlung moralischen Karmas um uns herum anwächst, wird unser Stand der Moralenergie entweder höher oder auch niedriger als der normale und beide dieser moralischen Faktoren (d.h. Karma und moralische Energie) rufen eine Veränderung der Wirkung der physikalischen Gesetze hervor. Daher ist für ältere Personen das Wirken der physikalischen Gesetze nicht mehr so eindeutig wie für junge Personen. Viele der Ereignisse und Effekte, die gemäß physikalischer Gesetze auf bestimmte Weise auftreten müssen, geschehen für ältere Personen auf eine andere Art und manchmal völlig entgegengesetzt den bekannten physikalischen Gesetzen.
– Möglichkeit zum gedanklichen Einfluss auf die Auswirkungen der physikalischen Gesetze. Menschen mit einer sehr homogenen Art angesammelten Karmas oder mit einem wesentlich höheren als das durchschnittliche Niveau moralischen Energie, können durch ihre Teilnahme an einem Ereignis und durch das Nachdenken über dessen Ergebnis Einfluss auf die relevanten Gesetze nehmen. Diese Eigenschaft umfasst Personen oder im moralischen Sinne sehr gute und daher auch ausschließlich ein hohes Energieniveau besitzende (z.B. Heilige, Hohepriester, unschuldige Kinder, legendäre Jungfrauen, Heiler, Personen, die „Tai Chi“ oder „Reiki“ usw.), oder auch Personen, die ausschließlich schlecht sind – und sich daher mit einem völligen Fehlen moralischer Energie auszeichnen (z.B. Personen, die außergewöhnlich eifersüchtig oder gegenüber allem eine feindliche Haltung annehmen, Ausbeuter, Despotische Diktatoren, langjährige Nichtsnutze, henker usw.). Daher können in der Gegenwart solcher Personen unwahrscheinliche Erscheinungen auftreten, solche wie beispielsweise durch Laien die richtige Bedienung von Geräten, die gewöhnlich große Fähigkeiten und Training erfordern, oder auch jemandes völlige Unfähigkeit, ein ihm sehr gut bekanntes Gerät zu bedienen, unerwartete Aktion eines Gerätes, das nicht arbeiten sollte (daher kommt auch der Volksmund, dass „ein Gewehr ein Mal im Jahr ohne Kugel schießt.“, womit daran erinnert werden soll, dass man mit ihm enorm vorsichtig und verantwortungsvoll umgehen sollte), oder auch ein Zusammenpressen oder Auseinanderfallen einer Maschine nach jemandes Berührung, Ergebnisse von Experimenten umgekehrt zu den erwarteten, Telekinese, bei Tieren Verschwinden oder Auftreten von Aggressivität, plötzliche Gesundung oder Verlust jemandes Gesundheit, Öffnen jemandes Körpers mit den Händen bzw. sog. „blutlose Operationen“ (die nur von den Heilern durchgeführt werden können, die außergewöhnlich hohe moralische Energie sammeln konnten), usw..
– Moralische Modifizierung der Physikgesetze. Die physikalischen Gesetze arbeiten gemäß ihres Inhalts nur so lange, bis irgendein moralisches Gesetz ihre Effekte in Bezug auf die betreffende Person nicht modifiziert. Schließlich kann es Situationen geben, in denen die Effekte der physikalischen Gesetze jemandes Karma entgegenstehen. In diesen Fällen werden die Ergebnisse der Arbeit der physikalischen Gesetze entweder annulliert (z.B. durch das Rückversetzen der Zeit – wie dies später in Bezug auf die Auswirkungen eines Frontalzusammenstoßes von Autos beschrieben wird), oder auch diese Gesetze wirken absolut nicht. Ein drastisches Beispiel für die Annullierung der Ergebnisse der Arbeit der Physikgesetze berichtete mir ein Freund, Dr. J. (Bob) Valkenburg (P.O. Box, Te Kuiti, Neuseeland). Er fuhr 1995 zusammen mit einem Bekannten (Refris templer) schnell mit seinem Auto. Als er einen Radfahrer überholte, und er auf die gegenüberliegende Seite der Straße rutschte, erschien ein beschleunigter LKW. Sein Auto hatte mit ihm einen frontalen Zusammenstoß. Für etwa 15 Sekunden erlitten er und sein Bekannter eine Benommenheit, ein irgendwohin getragenes Sein und physische Abwesenheit vom Unfallort. Dann befanden sich beide wieder im Auto, fuhren an derselben Straßenstelle, aber dort gab es schon weder einen Radfahrer noch einen LKW. (Auf der Basis meiner bisherigen Studien schätze ich ein, dass ihr Rückversetzen in der Zeit stattfand – siehe Unterkapitel V2, G12 und M1 dieser Monographie, im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Rückversetzen der Zeit und Umprogrammierung des Weges beim LKW.)
Interessant dabei ist hier, dass ich persönlich mehrere Personen kenne (im Moment der Erarbeitung dieses Absatzes – drei), die in tödliche Autounfälle verwickelt waren, jedoch der Fakt der Existenz dieser Unfälle anschließend auf fast dieselbe Art annulliert wurden. Eine andere mir bekannte Person, die ebenfalls frontal mit ihrem Auto mit einem anderen zusammenstieß, und danach das ganze Ereignis in der Zeit rückversetzt und annulliert wurde, ist Mrs. Enid Tata (da sie der Veröffentlichung ihrer Adresse zustimmte, gebe ich sie hier an: 12 Hendersen Street, Te Kuiti 2500, North King Country, New Zealand).
Die dritte mir bekannte Person stimmte einer Veröffentlichung ihrer Daten nicht zu. Als Kind fuhr er auf dem Rad die Straße nahe des Hause hinunter, als er plötzlich einfach unter ein Rad eines großen LKWs fiel, der aus entgegengesetzter Richtung auftauchte. Für eine bestimmte Zeit war er benommen und wusste nicht, was mit ihm geschah. Als er aufwachte, lag er im Bett zu Hause – ohne auch nur die kleinste Verletzung. Nachdem er den überraschten Eltern von dem Ereignis erzählte, liefen alle zum Unfallort. Sie fanden dort sein Fahrrad – vollkommen zerstört und vom LKW plattgefahren.
Ich habe auch von einem vierten, ähnlichen Fall gehört, obwohl dieser ein bisschen anders war. Ich besuchte damals einen Bekannten in Roxburgh, Neuseeland, als die Familie seiner Bekannten ebenso bei ihm zu Besuch waren. Die Frau dieser Familie erzählte uns ihr Erlebnis, das sie gerade mit ihrem Auto hatten. Während der Fahrt schnitten sie eine Kurve und fuhren auf der falschen Seite der Straße. Von der gegenüberliegenden Seite tauchte plötzlich ein schnell fahrendes Auto auf. Bevor jedoch ein Zusammenstoß stattfand, geschah etwas und sie fühlten sich, als ob sie sich in die Luft erheben würden. Dann stellten sie fest, dass sie bereits auf der richtigen Straßenseite sind, während in der Nähe keinerlei anderes Auto war. Eigentlich erfuhr ich von diesem Erlebnis vor allen anderen. Es war mir derzeit noch nicht bewusst, dass es ein sich wiederholendes Muster in solchen Fällen gibt und daher fragte ich auch nicht nach den persönlichen Daten dieser Menschen.
#5. Das Gesetz der persönlichen Verantwortlichkeit.
Die Arbeit der physikalischen Gesetze stützt sich auf den Grundsatz, dass die Verantwortung für alles außerhalb des Objektes liegt, das die betreffende Arbeit /Aktion/ realisiert. Aus diesem Grunde auch liegt alle Verantwortung beispielsweise für die Tatsache, dass ein betreffender Fluss auf komplizierte Weise fließt, bei den Gravitationskräften, bei der Erdrotation, bei der Geologie des Geländes usw. – bzw. bei allem außerhalb des Flusses. Dieses Prinzip der physikalischen Gesetze – die Verantwortung für alles auf jemanden oder etwas anderem zu schieben – versuchen alle Menschen zu kultivieren, die sich entlang der Linie des geringsten intellektuellen Widerstandes bewegen bzw. die der Philosophie des Parasitismus anhängen, beschrieben im Kapitel JD.
Ihrer Aussage nach liegt die Verantwortung für alles auch in anderen Menschen, in verpflichtenden Gesetzen und Vorschriften, in Umständen usw. – bzw. in allem und allen außer ihnen selbst. Die moralischen Gesetze jedoch definieren die Lokalisierung der Verantwortung völlig anders. Gemäß den moralischen Gesetzen liegt die Verantwortung für alles direkt beim Täter, der die betreffende Aktion realisiert. So stellen die Moralgesetze jedem die Rechnung – sie beherzigen dabei überhaupt nicht, auf wen sich die Verantwortung  für die betreffende Tat oder für das Ereignis abwälzen lässt, sondern bestrafen oder belohnen den unmittelbaren Ausführenden bzw. Täter. Diese drastische Änderung der Lokalisierung der Verantwortung in den Moralgesetzen im Vergleich mit den physikalischen Gesetzen wird mit Hilfe des enorm wichtigen Prinzips der persönlichen Verantwortung ausgedrückt. Es besagt, dass: „wir selbst die persönliche und ungeteilte Verantwortung für alles tragen, was wir im Leben tun und auch für alles, was gemäß den Moralgesetzen unternehmen müssen, es aber versäumt haben, dies zu tun.“
Es lohnt sich hinzuzufügen, dass der Totalizmus und das Konzept der Dipolaren Gravitation die Verantwortung als moralisches Äquivalent für den Begriff „Beschleunigung“ aus der Physik und klassischen Mechanik definieren – siehe auch die Beschreibungen aus den Unterkapiteln JA8, JA2.3 und JE3.5. Im Lichte des Totalizmus ist die Verantwortung auf sich zu nehmen eine moralische Handlung, die zum Äquivalent der Beschleunigung der eigenen Motivation wird. Andererseits ist das Schieben der Verantwortung auf andere eine unmoralische Handlung, die zu einem Äquivalent der plötzlichen Verzögerung der eigenen Motivation wird.
Als solches ist der Begriff der Verantwortung in sich selbst ein wesentlicher „Faktor der moralischen Korrektheit“ – siehe Unterkapitel JA2.3.
Das Prinzip der persönlichen Verantwortlichkeit ist auch eine Quelle einer ganzen Reihe von speziellen Moralgesetzen. Behandeln wir hier einige ihrer Beispiele:
#5A. Das Recht der persönlichen Verantwortung für seine Unwissenheit.
Da eines der wichtigsten moralischen Gesetze besagt, „häufe dein Wissen über die Moralgesetze kontinuierlich an“, kann man den Inhalt des Gesetzes der persönlichen Verantwortung für seine Unwissenheit wie folgt definieren: „Die Vernachlässigung der Kenntnis über die Funktionsweise irgendeines Moralgesetzes befreit niemanden von der persönlichen Verantwortung für die Befolgung und das Tragen aller Konsequenzen im Falle des Bruchs mit ihnen.“ Anders ausgedrückt ist die Toleranz der eigenen Unwissenheit in einem beliebigen Bereich, z.B. der Kenntnisse der Gesetze des Universums, ist ein ernsthaftes moralisches Vergehen, für die die betreffende Person (und auch eine Gruppe, Organisation oder ein Volk) mit der Zeit durch Intensivierung von Situationen bestraft wird, in denen dieses Recht mit zunehmender Kraft durchgesetzt wird.
Das Ergebnis dieses Gesetzes ist, dass von unserer Initiative, Verantwortung, Gewissenhaftigkeit, Konsequenz, Offenheit für das Erlernen des neuen Wissens abhängt, wie unser Leben verläuft. Wir können auch nicht erwarten, dass jemand oder etwas uns hilft, das Leben zu arrangieren oder zu steuern. Wir können auch nicht auf jemanden oder etwas die Verantwortung für unsere Vergehen oder unser Leid schieben. Der Schlüssel zu unserem Glück und Erfolg befindet sich nämlich in unserer eigenen Hand.
#5B. Das Gesetz der persönlichen Verantwortung für jede eigene Handlung.
Die Moralgesetze belasten die persönliche Verantwortung eines jeden für die Gesamtheit seiner Handlungen oder auch für das Fehlen seiner Handlungen in Situationen, in denen moralisches Handeln gefordert war. Ausgedrückt werden kann das in der Feststellung, dass „für die Moralgesetze alle Effekte unserer eigenen Handlungen in unserer persönlichen Verantwortung liegen, ohne Rücksicht darauf, auf wen wir diese Verantwortung schieben wollen würden.“
Beispielsweise zeigen eine Menge Menschen im Leben die Tendenz zu schrecklichen Handlungen, wenn sie dafür nur irgendeine Ausrede, Rechtfertigung oder einen Vorwand besitzen, die Verantwortung für die Folgen ihres Verhaltens auf andere zu schieben.
Und so sind viele Personen bereit, andere zu töten, zu foltern, zu verfolgen, zu erniedrigen oder auszubeuten, wenn sie dies nur auf Befehl ihrer Vorgesetzten tun, im Namen der Interessen ihres Staates, Stammes oder Unternehmens, im Auftrag ihrer religiösen Führer, weil sie es so von ihren Lehrern gelehrt bekamen oder Lehrbücher sie so anwiesen usw. Dabei ist es gemäß den Moralgesetzen unwichtig, welche Ausrede /Entschuldigung/ jemand für das betreffende Verhalten besitzt, immer trägt er die persönliche und nicht auf andere übertragbare Verantwortung für alles, was er tut.
Im Ergebnis also dieser Gesetze erhält jeder unwiderruflich die Antwort, die ein genaues Äquivalent und die Konsequenz dessen ist, was er selbst zuvor getan hat. Die Effekte des Gesetzes der persönlichen Verantwortung für jede seiner Handlung manifestieren sich auf verschiedene Weise. Hier ist die Erläuterung für einige von ihnen.
– „Seiner Verantwortung kann man sich nicht entziehen“. Wenn also jemand etwas tat, was gemäß der Moralgesetze er dann verantworten muss, wird, wo auch immer er hingeht oder sich verbirgt, diese Verantwortung ihn immer finden.
– „Die Flucht vor der Verantwortung beschleunigt ihre Ankunft“. Wenn jemand versucht, die auf ihn fallende Verantwortung zu vermeiden, beschleunigt jedwedes Vermeidens-Verhalten nur ihr Eintreten. Das wird auch in verschiedenen Sprichwörtern ausgedrückt, so zum Beispiel im englischen „Der Versuch , das Problem zu ignorieren, führen nur ihren Wachstum herbei.“, oder aus dem chinesischen „Wenn du einen Feind hast, werden alle Wege enger“ (bzw. wenn du versuchst, ein Treffen mit dem Feind zu vermeiden, führt das Leben dazu, dass du pausenlos auf ihn triffst).
#6. Das Prinzip der Belohnung von Moral und die Bestrafung von Unmoral.
Es besagt, dass „wann immer im realen Leben eine Situation der Konfrontation zweier Seiten auftritt, von denen eine moralisch und die andere unmoralisch ist, dann wird eine ganze Gruppe von Moralgesetzen initiiert, die auf verschiedenste Weise, die der moralisch handelnden Seite helfen und belobigen und gleichzeitig die unmoralisch auftretende Seite begrenzen und bestrafen“.
Die zum hier besprochenen Prinzip gehörenden Moralgesetze sind die, welche sehr häufig als an Wunder grenzende Ereignisse auftreten. Ich persönlich hatte im Leben schon mehrmals die Gelegenheit, Manifestationen der Moralgesetze zu bemerken, die sich aus obigem Prinzip ergeben und immer meine Bestürzung weckten. Sie demonstrieren nämlich das Aufkommen kleiner Wunder, die buchstäblich auf unseren Wunsch hin erscheinen und die deutlich ihre Macht manifestieren, nur, um uns zu dienen. Deshalb war die Entdeckung und Bestätigung des tatsächlichen Wirkens dieses Prinzips, zusammen mit den Moralgesetzen, die sich aus ihm ergeben, für mich persönlich ein großer Schock. Mit eigenen Augen offenbarte sich mir, dass sich hinter dem Wirken der Moralgesetze eine Super-Intelligenz verbarg. Die Moralgesetze arbeiten also nicht auf blinde und automatische Art wie die physikalischen Gesetze.
Die Aktionen jedes der Moralgesetze, die sich aus dem hier besprochenen Prinzip ergeben, ist immer auf die Erfüllung bestimmter Bedingungen gerichtet. Diese Bedingungen sind so aufgestellt, dass Menschen, die nicht moralisch auftreten, sich nicht des Genusses der Vorteile der Aktionen dieser Gesetze erfreuen. Deshalb, um die Aktion dieser Gesetze im realen Leben herbeizuführen, ist es am besten, diese Aktion mit Hilfe spezieller ihnen gewidmeter Methoden unseres Auftretens zu initiieren. Beispiele zweier dieser Methoden sind detailliert in den Unterkapiteln W6.1 und W6.2 beschrieben.
Bis jetzt habe ich es bereits geschafft, einige Moralgesetze aufzudecken und zu definieren, die sich aus dem Prinzip der Belohnung der Moral und der Bestrafung der Unmoral ergeben. Hier sind diese Gesetze:
#6A. Gesetz der „Autobahn über das Meer“.
Sein Name bezieht sich auf das dem Leser sicher gut bekannte in der Bibel beschriebene Beispiel, in dem sich das Wasser des Roten Meeres teilte, um einen Weg für die Israeliten zu schaffen, die aus der ägyptischen Gefangenschaft flohen. Der Grund für diesen Namen ist der Fakt, dass die Wirkung dieses Gesetzes im realen Leben die Widerspiegelung jener biblischen Situation. Dieses Gesetz besagt, dass „wenn in der Situation eines Konfliktes zwischen zwei Seiten, von denen eine Seite entschieden moralisch auftritt und die zweite entschieden unmoralisch, wird die Seite, die moralisch auftritt, zielgerichtet durch die unmoralisch auftretende Seite in die Situation ohne Ausweg geführt, sodass dann die Moralgesetze automatisch bilden einen sicheren Ausgang aus jener Falle, sogar wenn sie zu diesem Ziel gezwungen sind, eine Autobahn übers Meer zu bilden“.
Bei der Verwendung der Früchte dieses Gesetzes muss man jedoch wissen, dass dieser sichere Ausweg aus der Situation immer gut versteckt ist. Daher muss die moralisch auftretende Seite, um  diesen Ausweg zu finden, zunächst intellektuelle Anstrengungen unternehmen. Diesen Ausweg wird jedoch die unmoralisch auftretende Seite nicht nutzen können, selbst wenn sie bereit wäre, einen freiwilligen Beitrag zu seiner Auffindung leisten würde.
Um das obige Moralgesetz mit anderen Worten zu erläutern, so funktioniert es genau so, wie es in der Bibel zum Thema Moses, der das Rote Meer mittels eines Weges überquert, der durch die Teilung des Wassers entstand, beschrieben ist. Wann immer jemand mit bösen Absichten einen moralisch Auftretenden an die Wand drückt und beabsichtigt, ihn zu zerstören, kommt dieses Moralgesetz in Aktion und bildet einen Weg zur Flucht, der speziell für den moralisch Auftretenden geschaffen wird, der sich in einer ernsthaft ausweglosen Situation befand. Das Problem beruht darauf, dass dieser Fluchtweg oder dieser Ausweg aus der schwierigen Situation immer ziemlich gut maskiert ist. Um sie zu entdecken, ist ein wenig Mühe bei der Suche erforderlich.
Es geht darum, das der moralisch Handelnde mit seiner Suche sichtbar macht, dass er tatsächlich aus der betreffenden Situation herauszukommen versucht und dass er dem universellen Intellekt vertraut, der ihm diesen Ausweg schafft. Bisher wussten die Menschen nichts über die Existenz und die Funktion dieses Moralgesetzes und gaben daher an der Wand stehend auf und suchten diesen Ausweg nicht. Unterdessen wartete dieser Ausweg irgendwo in der Nähe auf seine Entdeckung. Jetzt, wo die Wirkung dieses Gesetzes schließlich entdeckt wurde, muss man sich erinnern, dass wenn wir uns moralisch verhalten, dieser Ausweg immer auf uns wartet und wir ihn nur suchen müssen.
Ich entdeckte die Wirkung dieses Moralgesetzes stufenweise. Danach, etwa um 1999 herum, formulierte ich die sog. „Methode des blinden Samurai“. Ich beschrieb sie im Unterkapitel W6.1. Sie beruht auf dem schnellen Finden einer Möglichkeit, um ein beliebiges Hindernis herum zu gehen, das ein Unmoralischer auf unseren Weg zum moralischen Ziel legte. Schließlich gibt es immer gemäß dem hier besprochenen Gesetz so eine Möglichkeit der Umgehung eines unmoralischen Hindernisses, weil sie speziell vom Moralgesetz für uns geschaffen wird. Seither wendete ich diese Methode bereits hunderte Male in meinem Alltagsleben an.
Sie erwies sich als äußerst effektiv. Während ihrer Anwendung bemerkte ich auch mit Erstaunen, dass sich in vielen Fällen die Art der leichten Umgehung irgendeiner schweren Störung plötzlich an Stellen zeigte, wo sie normalerweise nicht hingehört. Bei der Analyse dieser Fälle verstand ich letztlich, dass diese Auswege aus Situationen automatisch von den Moralgesetzen für jeden Fall einer solchen ausweglosen Situation geschaffen werden. Mehr Details siehe die Beschreibung der „Methode des blinden Samurai“ im Unterkapitel W6.1.
#6B. Moralgesetz der selbsttätigen Transformation des moralischen Sieges in einen physischen Sieg.
Dieses Gesetz besagt, dass „wenn im Leben irgendeine Konfrontationssituation oder ein Kampf zwischen zwei Seiten, von denen eine Seite das moralische Auftreten repräsentiert und die zweite das unmoralische, und während dieser Konfrontation die moralisch auftretende Seite den moralischen Sieg davonträgt, aber physisch besiegt wurde, wird dann mit der Zeit im Ergebnis der Wirkungsweise der Moralgesetze selbst diese physische Niederlage der moralisch auftretenden Seite selbsttätig in einen physischen Sieg transformiert“. Das beste Beispiel der Aktion dieses Gesetzes ist der Tod von Jesus. Die UFOnauten schafften es, Jesus physisch zu besiegen, indem sie seine Kreuzigung durch telepathische Manipulierung der Juden herbeiführten – was die Zeichnung V7 beweist.
Doch Jesus besiegte die UFOnauten moralisch. Im Verlaufe der Zeit wurde dieser moralische Sieg von den Moralgesetzen aus eigenem Antrieb in einen physischen Sieg umgewandelt. Eine große Anzahl ähnlicher Situationen, die wiederholt die Aktionen dieses Gesetzes in jedem ihm unterlegenen Fall bestätigt,  ist uns auch aus dem Alltag  und aus den Geschichtslehrbüchern bekannt. Diejenigen, die den physischen Sieg, aber dafür moralisches Versagen davontragen, werden ebenso im Laufe der Zeit mit der Macht desselben Moralgesetzes physisch überwältigt. Der moralische Sieg ihrer Gegner transformiert sich dagegen selbsttätig in ihren physischen Sieg.
Das hier besprochene Gesetz ist enorm wichtig. Es führt nämlich viele praktische Konsequenzen mit sich. Beispielsweise beweist es visuell, dass die universelle Gerechtigkeit NICHT blind ist wie die menschliche Gerechtigkeit und intelligent handelt. In diesem Fall gibt diese Gerechtigkeit mit Hilfe der Moralgesetze denjenigen ein bedeutendes Übergewicht, die sich moralisch vor der über sie physisch dominierenden Kraft des Gegners schützen. Sie gleicht auch die Chance im Kampf zwischen den physisch schwachen Angegriffenen und den physisch starken Angreifern aus. Dieses Gesetz veranschaulicht auch, dass die Verteidigung eine hoch moralische Handlung ist und daher von den Moralgesetzen unterstützt wird. Dagegen ist ein Überfall unmoralisch und wird daher vom Moralgesetz bekämpft – was auch im Unterkapitel JD11.1 beschrieben wird.
Ich persönlich habe die ersten Anzeichen der Aktivität dieses Gesetzes deutlich 1999 in Timaru bemerkt. (D.h. während der Arbeit im Institut mit dem höchsten Niveau des Parasitismus von allen Instituten, an denen ich in meinem Leben arbeitete.) Zu jener Zeit verursachte die Leitung meines damaligen Arbeitgebers eine ganze Kampagne unmoralischer Angriffe auf mich, um mich aus der Stellung zu drängen. Über diese Kampagne schrieb ich im Unterkapitel W4 und im Traktat [7/2]. In meiner damals moralisch pedantischen Verteidigung vor diesen Angriffen wandte ich intuitiv die Verteidigungsmethode an, die hier unter dem Namen „Jesusmethode“ beschrieben wird, obwohl ich dazumal ihr Prinzip noch nicht formulierte. Meine Verteidigung erwies sich als erstaunlich effektiv, obwohl ich die gesamte Leitung des Arbeitgebers gegen mich hatte. Diese Verteidigung verlor ich physisch erst Ende 2000, als ich entlassen wurde. Jedoch transformierten die moralischen Gesetze mit der Zeit selbsttätig meinen damaligen physischen Verlust in einen tatsächlich physischen Gewinn um.
Von dieser Zeit beginnend fing ich an, Beobachtungstatsachen zum Thema des hier besprochenen Gesetzes zu sammeln und zu analysieren. Seinen jetzigen Begriff formulierte ich im Dezember 2003, als ich die effektive Methode der Verteidigung erarbeitete, die praktisch die Aktion des hier besprochenen Moralgesetzes ausnutzt. Diese Methode nannte ich „Jesus-Methode“ ist enorm effektiv in allen Kämpfen und Konfrontationen. Sie erlaubt, den Kampf gegen einen physisch sogar bedeutend dominanteren Gegner zu gewinnen. Es genügt, dass der physisch schwächere Teilnehmer den Kampf moralisch gewinnt. Die moralischen Gesetze transformieren dann diesen moralischen Sieg in einen physischen.
#6C. Das Gesetz der Partnerschafts-Leiter.
Es funktioniert während der dynamischen Wahl von Partnern. Dieses Gesetz besagt, dass: „im Falle, wir ändern Partner, unser nächster Partner moralischer als der vorherige sein wird, wenn wir in der letzten Partnerschaft moralischer als unser Partner waren, oder er wird weniger moralisch als der vorherige Partner sein, wenn wir in unserer letzten Partnerschaft weniger moralisch war als unser Partner“. Mit anderen Worten, unser neuer Partner wird in Bezug auf unser aktuelles moralisches Niveau und den Gegenstand der betreffenden Partnerschaft besser abgestimmt sein als beim vorigen Partner. Unter dem in der Definition verwendeten Begriff „Partner“ sollte eine beliebige Person, ein Institut, ein Tier und sogar ein Objekt verstanden werden, mit denen wir zeitweise in eine welch auch immer geartete Partnerschaft treten.
Beispielsweise können das unsere Frau oder Mann sein, Freundin, Chef, Arbeitgeber, Untergebener, Kunde, Lehrer, Studenten, Kollegen, Freunde, Nachbarn, Auto, Fernseher, Telefon, Kuh, Pferd, Hund etc. sein. Um die Funktion dieses Gesetzes näher zu erläutern, betrachten wir die hypothetische Situation eines Ehepaares, das das Leben gemeinsam begann, in Fragen der Ehe auf demselben moralischen Niveau, sich jedoch im Verlaufe der Zeit die Moral eines jeden Ehegatten veränderte und dieses Paar sich trennen musste (siehe die Folgen des „moralischen Abdriftens“, im Unterkapitel OA1.2 beschrieben). Der Einfachheit halber nehmen wir auch hypothetisch an, dass die Moral des einen der Ehegatten in dieser Zeitspanne der Verschlechterung unterlag und die Moral des anderen einer Verbesserung.
Gemäß der Funktion des hier beschriebenen Gesetzes wird der nächste Parter des ersten der Ehegatten (d.h. dessen mit verschlechterter Moral) eine bedeutend niedrigere (schlechtere) Moral als der originale Partner besitzen. Auf diese Weise wird seine/ ihre Moral dem gegenwärtigen (niedrigeren) Niveau des betreffenden Ehegatten am entsprechendsten sein. Der zweite der Ehegatten (mit besserer Moral) erhält dagegen als nächsten Partner einen mit einer bedeutend höheren (besseren) Ehe-Moral. Da unser Leben auf der unaufhörlichen Veränderung unserer Partner beruht (d.h. Freunde, Kollegen, Chefs, Arbeitgeber, Kunden, Studenten, Lehrer, Sympathieträger, Autos, Hunde usw.), können wir durch die dynamische Vergleiche der Partner, die wir im betreffenden Moment bekommen, mit denen, die wir in der Vergangenheit hatten, unsere aktuelle Moral in Bezug auf Aktivitäten auf einen entsprechenden Lebensbereich überwachen. Daher können wir auch Schlüsse ziehen, an welchen Aspekten unserer aktuellen Moral wir in einer bestimmten Zeit vor allem zu arbeiten haben.
Das obige lässt sich auch in einfacherer Form ausdrücken. Wenn die betreffende Partnerschaft zerbricht, werden die nächsten Partner dieses Paares (desselben Typs der Verbindung) besser oder schlechter sein, in Abhängigkeit davon, wer moralisch in der vorigen Partnerschaft nicht reifte oder reifte. Dies bedeutet wiederum, dass die Änderung der Partner wie en Klettern auf einer Leiter ist. In Abhängigkeit also, auf welcher Sprosse wir stehen, werden wir mit unserem nächsten Partner entweder eine Sprosse höher gehen oder auch eine Sprosse tiefer. Natürlich begrenzt sich jede Partnerschaft auf ausgewählte Aspekte der Moral beider Seiten. Daher tritt die Übertragung ihrer Folgen auf die zukünftige Verbindung nur in der Partnerschaft ein, die dieselben moralischen Aspekte betreffen. (z.B. definiert die derzeitige Behandlung des emotionalen Partners das Kaliber des nächsten emotionalen Partners, wohingegen unsere Behandlung sagen wir unseres gegenwärtigen Vorgesetzten die Führung des nächsten Vorgesetzten definiert.)
Ich beobachtete auch sehr interessante Durchsetzungsmechanismen des hier beschriebenen Gesetzes im Alltag. Aus meiner Beobachtung ergibt sich, dass im Falle des Versuches zweier sich in ihrem moralischen Niveau drastisch unterscheidenden Kandidaten, eine  Partnerschaft zu knüpfen, die Seite, die den betreffenden Vorschlag ablehnte und so die Partnerschaft nicht ermöglichte, in den Fällen, die ich analysierte, sich als zu niedrig und daher unreif im Vergleich zum Moralniveau des betreffenden Partners erwies. Dies wiederum führt zu einer für den Geist sehr beruhigenden Schlussfolgerung, dass „wenn jemand unsere Offerte für eine Partnerschaft ablehnt, es gewöhnlich bedeutet, dass er für eine Partnerschaft noch nicht reif genug ist“ (solch eine Verhaltensweise ergibt sich sicherlich aus dem Gesetz der Erarbeitung von allem). Interessant hinzuzufügen, dass gemäß meinen Analysen das Gesetz der Dynamischen Auswahl der Partner auch in Bezug auf Tiere und sogar Gegenstände, technische Geräte und Gebäude, speziell auf am meisten bevorzugte oder für jemandes Lebensstil besonders wichtige, funktioniert. Beispielsweise wird sich, wenn ein Bauer eine ungewöhnlich ergiebige und domestizierte Kuh oder ein fleißiges und gelehriges Pferd, oder eine Familie einen sehr intelligenten Hund oder ein selten kaputtes Auto besitzt, im Falle unvermeidlicher Änderungen das nächste Tier oder Gerät abhängig vom moralischen Verhältnis des Bauern oder der Familie zu seinem Vorgänger (z.B. von seiner Behandlung abhängig) als besser oder schlechter erweisen. In alten Zeiten gab es übrigens viele Volksglauben und -praktiken, die sich aus diesem Aspekt der Wirkung des hier besprochenen Gesetzes ergaben. Z.B. beruhten sie auf der Behandlung wichtiger Tiere und Gegenstände sowie von Familienmitgliedern oder Freunden. (Beispielsweise behandelt man in Malaysia bis heute eine besondere Art von zeremoniellem Dolch, „Kris“ genannt, als Freund und jeden Freitag Abend „nährt“ man ihn mit dem Saft einer kleinen Zitrone und Weihrauch.)
Da alle organisatorisch verschiedenen Menschengruppen (d.h. Gruppenintellekte – siehe Unterkapitel JB7.1, I5.8 und JE6.3) eine Art Gruppenmoral besitzen und aufzeigen, gilt das Gesetz der Dynamischen Auswahl von Partnern auch in Bezug auf solche Gruppen. Beispielsweise die Art von Führungskräften, die in einer bestimmten Zeit den betreffenden Staat, das Volk oder eine Organisation regieren, hängen vom aktuellen Stand der Gruppenmoral aller von ihnen geführten Personen ab. Daher erhalten einzig die Staaten, Völker und Organisationen, deren Gruppenmoral im betreffenden Zeitraum entsprechend hoch ist, hochkarätige Führungskräfte (d.h. „für das Kaliber der Führungskräfte müssen alle von ihnen geführten Menschen arbeiten“ und „die Moral der Führungskräfte repräsentiert die Gruppenmoral der von ihnen geführten Menschen“). Da sich der resultierende moralische Zustand der Gesellschaft unter dynamischen politischen und organisatorischen Bedingungen ziemlich schnell ändern kann, können unter solchen instabilen Verhältnissen die nachfolgenden Führungskräfte desselben Staates, Volkes oder Organsation erhebliche Unterschiede in ihrem moralischen Niveau aufweisen.
#6D. Das Gesetz der Strafe für falsche Beschuldigung.
Die Aktion dieses Gesetzes führt dazu, dass, „wenn wir einen Schmerz, den wir gegenwärtig empfinden, jemandem völlig Unschuldigen emotional anlasten, werden wir diesen Schmerz zweifach intensiver spüren als würden wir den wahren Schuldigen belasten“. Der Mechanismus der Aktion dieses Gesetzes basiert auf der Wirkung des Karmas, erläutert im Unterkapitel I4.4. Jedes Mal nämlich, wenn wir jemanden emotional für einen erlittenen Schmerz belasten, wird das Karma für diesen Schmerz zum Register dieser Person gesandt. Wenn jedoch diese Person vollkommen unschuldig ist und ein Karma erhält, das sie nicht verdient hat, entsendet das Gewissen jener Person eine Kopie dieses Karmas an uns zurück, womit diese Kopie den von uns zu erleidenden Schmerz und seine Folgen verdoppelt.
Diese und keine andere Aktion dieses Moralgesetzes wurde am deutlichsten vom universellen Intellekt geschaffen, um die Menschen zur Suche der wahren Schuldigen allen Leids zu suchen und um die Menschen davon abzuhalten, die Schuld für jedes erlittene Leid dem nächsten Sündenbock anzulasten, der grad versehentlich aufkreuzt. Der Fakt, dass dieses Gesetz mit eiserner Konsequenz in jedem für es zutreffenden Fall arbeitet, gibt uns eine sehr nützliche Methode im Verteidigungskampf gegen die UFOnauten in die Hand. Diese Methode wird im Unterkapitel W6.3 beschrieben. Sie läuft auf die Reduzierung bis wenigstens zur Hälfte, manchmal auch auf Null, des Schmerzes, den wir aktuell erleiden, durch die emotionale Belastung des Karmas der UFOnauten für diesen Schmerz hinaus. Wie ich mich selbst bereits mehrmals davon überzeugen konnte, ist der Effekt dieser Methode wirklich atemberaubend.

***
Natürlich kann unsere Kenntnis der Moralgesetze per Definition niemals beendet und endgültig sein. Daher enthält die Aufstellung aus diesem Unterkapitel weder endgültige Formulierungen dieser Gesetze noch umfasst sie alle. Weitere Forschungen sind auf diesem Gebiet also unerlässlich. Aus meinen bisherigen Erfahrungen ergibt sich, dass die beste Art der Bewusstwerdung (Entdeckung) weiterer Moralgesetze und für das Führen unseres Lebens im Einklang mit ihnen ist:
(1) die Befragung unseres Gewissens (Intuition), (2) die Analyse von Sprichwörtern verschiedener Völker (denen die Entwicklung der Monographie [9] gewidmet ist), (3) die Interpretation verschiedener alter religiöser Texte im Lichte des Konzepts der Dipolaren Schwerkraft, (4) die Analyse der wahren Schicksale realer Menschen und auch (5) die Übersetzung der Inhalte bekannter physikalischer Gesetze in die Terminologie der Moral. Wie es in den Unterkapiteln JA10, JD4, I4.1.2 und I5.3 postuliert ist, wurde unser Gewissen (Intuition) für die Einhaltung der Moralgesetze programmiert. Nur, dass wir, verschiedenen Versuchungen, Hoffnungen und Ambitionen unterliegend, mit der Zeit lernen es zu übertönen. Sprichwörter sind zum großen Teil einfach Interpretationen der Wirkung der auf bestimmte Lebenssituationen bezogenen Moralgesetze – siehe [9].
Verschiedene alte religiöse Texte könnte man dagegen als altertümliche Entsprechungen für gegenwärtige Lehrbücher erläutern, die sich bemühen, dem Empfänger mit entsprechendem Entwicklungsniveau die Existenz und Funktion der Gegen-Welt, die Moralgesetze und den universellen Intellekt zu erläutern. Letztlich liefert uns die Analyse der uns persönlich bekannten (realen) Menschen eine visuelle Darstellung der Arbeit der Moralgesetze. (An dieser Stelle sollte jedoch daran erinnert werden, dass die Helden literarischer Werke, in Filmen und anderer ausgedachter (irrealer) Schöpfungen gewöhnlich nicht die Arbeit der Moralgesetze respektieren, weswegen ein Leben nach ihrem Muster hoch unklug wäre und zum notorischen Bruch der Moralgesetze führen würde. Deshalb rät der Totalizmus von Vergötterung aller Kunstwerke ab, deren Inhalt sich nicht auf reale Ereignisse oder auf Schicksale realer Menschen beziehen.)
Das Wissen um die Existenz der Moralgesetze und die Kenntnis ihrer Wirkungsweise der wichtigsten von ihnen gibt uns eine größere Kontrolle über unser eigenes Leben in die Hand. Wenn wir nämlich von der Existenz dieser Gesetze wissen und gleichzeitig feststellen, dass in unserem Leben etwas nicht richtig ist, dann zwingt uns das zum Nachdenken, welches der Moralgesetze wir nicht beachtet haben und welche Schritte wir unternehmen müssen, um in Zukunft unsere Situation schrittweise zu verbessern.
Die Moralgesetze üben auf bedeutende und strenge Weise Einfluss auf die Schicksale der Menschen aus. Ihre eiserne Konsequenz hat also zur Folge, dass die Schicksale individueller Personen immer einen Platz irgendwo zwischen zwei Extremen finden müssen, die man „Modell der verengenden Spirale“ und „Modell der expandierenden Spirale“ nennen könnte. Das Lebensmodell, das durch die verengende Spirale symbolisiert werden kann, ist charakteristisch für Intellekte, die unaufhörlich die Moralgesetze brechen (d.h. die gemäß den Beschreibungen aus dem Unterkapitel JD1.2 der Linie des philosophischen Zyklus nach unten folgen). Als Ergebnis werden mit der Zeit diese Intellekte schrittweise durch strafende Folgen ihres ständigen Bruchs der Moralgesetze „in die Enge getrieben“.
Ihr Leben wir immer schwieriger, denn die Antworten der Umgebung auf ihre Handlungen werden für sie immer ungünstiger. Daher werden diese Intellekte mit der Zeit immer bitterer, enttäuschter und schlechter. Solch ein Lebensmodell wird häufig auch „Kafka-Modell“ genannt, wie es in den Werken des tschechischen (in deutsch schreibenden) Schriftstellers jüdischer Herkunft Franz Kafka (1883-1924) ausgebreitet (und übertrieben) wurde.
Das Lebensmodell, das durch die expandierende Spirale symbolisiert wird, ist charakteristisch für Personen, die sich immer bemühen, die Moralgesetze zu erfüllen (deren Beachtung ihnen von den Eltern, der Religion, der eigenen Intuition, vom Integritätsgefühl usw. aufgetragen wurde). Daher werden die Antworten der Umgebung auf ihr Handeln hin mit der Zeit immer günstiger, ihnen immer mehr Möglichkeiten und angenehme Folgen eröffnend. Ihre bisherigen Leistungen mobilisieren auch zu noch größerer Übereinstimmung mit den Moralgesetzen, auf diese Weise ihre Chancen für persönliches Glück, Erfolgsgefühl und Selbstzufriedenheit usw. erhöhend.
Natürlich wird im wirklichen Leben jede Person irgendwo zwischen beiden Extremen leben, so dass ein Teil seiner Handlungen im Einklang mit den Moralgesetzen ist und ein anderer Teil entgegengesetzt zu den Moralgesetzen. Nur außergewöhnlich gute oder außergewöhnlich schlechte Individuen werden nur eines dieser Extreme erfüllen. Man muss hier auch hinzufügen, dass unter Beachtung der Existenz von „Gruppenintellekten“ die Schicksale der einzelnen Menschengruppen (solchen wie Familie, Unternehmen, Organisationen, Völker, Länder, Zivilisationen oder andere beliebige Gruppenintellekte) ebenso einem dieser Modelle unterliegen werden, abhängig vom aktuellen Stand und von der Tendenz ihrer Gruppenmoral. Auf Grund eben dieses Modells erwartet letztlich am Ende des Wegs der Länder und Zivilisationen, die den institutionellen Parasitismus ausüben und daher permanent die moralischen Gesetze brechen, zwangsläufig ihre Selbstzerstörung.

=> I4.1.2.
Antworten to top



Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste