A18. Unvollkommenheiten einiger Methoden Gottes
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Copyright Dr. Ing. Jan Pająk

A18. Unvollkommenheiten einiger Methoden Gottes

Motto dieses Unterabschnitts: "Wenn wir etwas in jemandem, den wir sehr lieben, nicht gutheißen, dann sollten wir auch wenn er Gott ist, ehrlich sein, wie wir das empfinden."

Obwohl Gott aus menschlicher Sicht als langlebig und vollkommen erscheinen mag, ist unser Gott immer noch nur ein Gott-Junge. Schließlich ist unser Gott "nur" etwa 6000 Jahre alt. Zum Vergleich gibt es z.B. das Universum und die Gegenmaterie seit unendlich langer Zeit. Dieses "junge" Alter unseres Gottes ist wohl auch der Grund dafür, dass einige von Gottes Methoden des Verhaltens und Handelns noch immer viele Unvollkommenheiten und Ungenauigkeiten aufweisen. Lass uns nun diese Methoden unseres Gottes aufzählen, über die man noch nicht sagen kann, dass sie bereits vollkommen sind und dass sie ihre endgültige Form erreicht haben.

1. Die ungerechte Behandlung von Erfindern, Entdeckern, Schöpfern und moralisch lebenden Menschen, die Fortschritt einführen, die als "Fluch der Erfinder" bezeichnet werden kann.
Dieser "Fluch der Erfinder" enthält Elemente absoluter Ungerechtigkeit. Zum Beispiel belohnt sie in deutlich sichtbarer Weise NICHT das moralische Leben einzelner kreativer Menschen bereits während der Dauer ihres Lebens, noch gibt es eine Garantie dafür, dass das hochmoralische Leben überhaupt belohnt wird, was für gewöhnliche Menschen nachprüfbar ist. Gleichzeitig belohnt sie im Verhältnis zu unmoralischen Menschen in der Anfangsphase der Durchführung unmoralischer Aktivitäten eindeutig die Unmoral.

2. Der fehlende Unterschied in den Aktionsmethoden Gottes zwischen den Methoden und Mitteln der "Behinderung" und den Methoden und Mitteln der "Bestrafung".
Gegenwärtig gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen diesen beiden. So ist z.B. das Anhäufen von temporären Hindernissen, die mit entsprechendem Aufwand irgendwie überwunden werden können und keinen bleibenden Schaden hinterlassen, ein Hindernis. Im Gegenzug ist der permanente Zusammenbruch und die Zerstörung von etwas eine Strafe. Dies an einem Beispiel zu veranschaulichen, wenn z.B. eine Entdeckung auf einem Computer beschrieben wird, dann wäre das Unterbrechen von Konzentration, Lärm, Müdigkeit, Fehlern, das Vergessen von Namen und Details, etc. ein Hindernis. Im Gegenzug wäre der Zusammenbruch des Computers, auf dem man schreibt, eine Strafe. Gerechtigkeit verlangt, dass Handlungen von Menschen, die etwas sehr Moralisches tun, was im moralischen Feld einen steilen Anstieg bedeutet, muss lediglich erschwert sein - so dass die Forderung „alles, was moralisch ist, muss schwer zu erfüllen sein“ erfüllt wird. So also sollten Handlungen von Menschen, die unmoralisch auftraten und deren Handlungen im moralischen Feld nach unten rutschen, "bestraft" werden.
Deshalb würde Gerechtigkeit verlangen, dass z.B. ein moralisch handelnder Urheber, der eine neue Erfindung oder Entdeckung zum Wohle der gesamten Menschheit entwickelt, auf Hindernisse stößt, aber Strafen ihn umgehen. In meiner persönlichen Erfahrung gab es bisher jedoch Situationen, in denen ich bei der Entwicklung einer neuen Erfindung oder der Beschreibung einer neuen Entdeckung meinen Computer dauerhaft abbrannte und zumindest eine Reparatur brauchte, und in einem Fall konnte ich ihn nicht einmal weiter verwenden. Mit anderen Worten, in den Methoden des Handelns Gottes sind sowohl Menschen, die moralisch handeln, als auch Menschen, die unmoralisch handeln, von denselben Ereigniskategorien betroffen, die sich aus Sicht des Empfängers eindeutig in eine einzige Kategorie von "Bestrafung" einordnen lassen. Dieser Aspekt der Methode des Handelns Gottes ist also noch unvollkommen und bedarf eindeutig der Weiterentwicklung.

3. Die Bildung des "moralischen Feldes" in manchen Situationen und Angelegenheiten durch offizielles und entschiedenes Leugnen der Wahrheit.
Schließlich ist die offizielle Verweigerung der Wahrheit immer mit der offiziellen Verfolgung von Menschen verbunden, die diese Wahrheit sagen. Andererseits könnte das moralische Feld auch ohne die Notwendigkeit, die Wahrheit zu leugnen, gebildet werden, z.B. indem diese Wahrheit als eine von mehreren möglichen Alternativen betrachtet wird. In einem solchen Fall müssten Menschen, die diese Wahrheit predigen, NICHT offiziell verfolgt und vernichtet werden.

4. Die Einbeziehung und unverhältnismäßige Hervorhebung in den Gebeten und in den "heiligen Büchern" fast aller Religionen der Weltelemente, die unter den Menschen dazu benutzt werden, jemanden zu loben und seine Eitelkeit zu preisen.
Schließlich kann man sich bewusst machen, dass ein vollkommener Gott nicht fordert, dass das Gebet Elemente enthält, die Eitelkeiten schmeicheln, wie etwa z.B.: "Gott ist groß", "Gott ist vollkommen", "Gott ist gerecht" usw. Im Falle, Gott werde unendlich vollkommener als die Menschen, die dieser Gott erschaffen hat, sind all diese Aussagen tatsächlich Bestandteile eines einzigen Wortes - "Gott".
Das Problem bei dieser unverhältnismäßigen Betonung solcher schmeichelhaften Elemente ist, dass Priester und viele Menschen beginnen, sie aus dem Kontext herauszuziehen, in dem sie erscheinen, und ihre Gültigkeit nach dem Verhältnis der Häufigkeit ihres Gebrauchs zur Weite des Textes heiliger Bücher beurteilen. Im Ergebnis beginnen einige Religionen und viele Menschen zu glauben, dass sich das Wissen, nach Gottes Geboten zu leben, ausschließlich auf dieses Lob Gottes beschränkt. Anstatt also alle Gebote Gottes zu befolgen, beschränken diese Religionen und Menschen ihr Leben darauf, Gott von Zeit zu Zeit zu preisen, und dann fühlen sie sich berechtigt, alle möglichen Verbrechen dieser Welt zu begehen.
Deshalb ist es an der Zeit, den Menschen klarzumachen, dass ein "sittliches" Leben nach Gottes Geboten von einem freiwilligen, bewussten und ununterbrochenen Befolgen aller Gebote Gottes abhängt, NICHT nur von einer selektiven Beschränkung auf die periodische Äußerung von lobenden und schmeichelnden Worten Gottes, nach deren Rezitation anderen Menschen und der Natur noch verschiedene Gräueltaten geschehen und die allen Neigungen unterworfen sind, die von Gott verboten sind. Dies wiederum setzt voraus, dass ein "moralischer Mechanismus" in die Tat umgesetzt wird, der wiederholt und unmissverständlich offenbart, dass das Ziel der Existenz von Anforderungen, die Gott den Menschen auferlegt, darin besteht, zu verhindern, dass diese Menschen in einen Zustand fallen, der in den Kapiteln "O" aus Band 13 dieser Monographie als charakteristisch für Anhänger der sogenannten "Philosophie des Parasitismus" beschrieben wird.
Um die Menschen davor zu bewahren, in diesen widersprüchlichen Zustand des Parasitismus zu geraten, hat Gott den Menschen eine ganze Reihe von Geboten zur Erfüllung gegeben, von denen nur ein Teil des moralischen Lebens darin besteht, allen anderen Wesen - auch Seinem Gott - Respekt zu erweisen. Andere Gebote sind u.a.: das Wissen über sich selbst und andere zu erhöhen, das Leben und die Natur zu lieben, zu schätzen und zu schützen, zu lieben, zu lehren, körperliche Disziplinierung (wenn nötig) und verantwortungsvolle Erziehung der nächsten Generation, unsere Schwächen, Neigungen und Abhängigkeiten zu kontrollieren - einschließlich z.B. das Verlassen und Verurteilen von Homosexualität, unseren positiven Beitrag zu den Errungenschaften der gesamten Menschheit zu leisten, usw. usf.

5. Um jene Menschen heilig zu machen, die für ihren Glauben schreckliche Todesfälle erlitten haben, und diesen Menschen die Ermutigung zu geben, einige Ideen zu unterstützen, für die wir sterben müssen.
Inzwischen lässt sich leicht ableiten, dass die Idee der absoluten Gerechtigkeit suggeriert, dass „eine menschliche Unterstützung nur für die Ideen wert ist, für die wir leben sollten, nicht sterben". Denn eines der wichtigsten Gebote Gottes lautet: "Tötet nicht“. Deshalb sollte der Wert der Menschen gewürdigt werden, die moralisch leben, sogar auch, wenn diese Menschen nicht den schrecklichen Tod der Märtyrer selbst wählen, sondern würdig in der Nähe von Familie und Angehörigen sterben wollen.

6. Die Forderung, dass Menschen ein moralisches Leben auf der Grundlage von Überzeugungen und Glaubensansprüchen führen, die für gewöhnliche Menschen immer noch NICHT überprüfbar sind (anstatt z.B. den Menschen zu erlauben, Wissen über Gott zu erlangen und somit nach diesem Wissen zu leben).

7. Nichteinhaltung der chronologischen Reihenfolge bei der Kontrolle des Schicksals von Personen.
Zum Beispiel ergibt sich in vielen Fällen das, was jemand bereits jetzt erlebt, tatsächlich aus dem, was er in ferner Zukunft tun wird. Andererseits, weil das menschliche Leben einen chronologischen Charakter hat, verlangt "Fairness", dass Gott die Menschen auch in der chronologischen Reihenfolge erlebt. Auf diese Weise könnten die Menschen das, was sie betrifft, mit dem verbinden, was sie in der Vergangenheit getan haben.

***


Man kann logisch ableiten, dass es für jeden Menschen auch vollkommenere und vorteilhaftere Lösungen unter den oben beschriebenen Methoden Gottes geben muss. Nur, dass ohne menschliche Mitarbeit und bewusstes Hinschauen wahrscheinlich eine viel längere Zeit vergehen würde, bevor Gott selbst diese perfekteren Lösungen entwickeln und umsetzen würde.
Natürlich kann die Existenz der oben genannten Unvollkommenheiten in einigen Methoden Gottes keine Entschuldigung dafür sein, dass jemand z.B. Gott weniger liebt oder ihn weniger respektiert. Schließlich sind diese wenigen kleinen Unvollkommenheiten im Vergleich zu unzähligen Methoden und Handlungen Gottes, die übermenschliches Wissen und Vollkommenheit zeigen, wie winzige und unbedeutende Tröpfchen im Vergleich zu einem riesigen Ozean. Darüber hinaus ist es die Natur und das Privileg eines jeden Geschöpfes, seinen Schöpfer und Gott bedingungslos zu lieben und zu respektieren. Diese Unvollkommenheiten habe ich oben beschrieben, nur um dem Leser zu erlauben, darüber nachzudenken und zu versuchen, Lösungen zu finden, die für die Menschen vorteilhafter und akzeptabler wären. Auf diese Weise hoffe ich, auch eine andere Ebene unserer Kommunikation mit Gott zu öffnen, in der die Entkopplung von Gebet und Lobpreis durch das Verständnis und die Unterstützung für Gottes Ziele und Handlungsweisen und durch die konstruktive Zusammenarbeit bei der Erreichung dieser Ziele ersetzt wird.

—-> A19.
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