I3.3.1. Formaler Beweis für die Existenz Gottes - Superposition-Methode
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Copyright Dr. Ing. Jan Pająk

I3.3.1. Formaler Beweis für die Existenz Gottes mit der Superposition-Methode

In diesem Unterkapitel wurde eine Methode zur Herbeiführung eines solchen Beweises angewandt, die sich auf die Nutzung empirischen Beweismaterials stützt, das bisher in einigen verschiedenen Disziplinen gesammelt wurde. Sie basiert auf der wissenschaftlichen Methode, die „Superposition“ genannt wird. Diese Methode beruht auf der Teilung des ganzen Beweises auf einige Teilbeweise, von denen jeder unabhängig voneinander bewiesen wird. Wenn alle diese Teilbeweise unabhängig voneinander nachgewiesen sind, erfolgen die Schlussfolgerungen aus jenen Teilbeweisen in einer gemeinsamen Aufstellung, damit auf diese Weise ein zusammenfassender formeller Beweis für irgendetwas, was zu beweisen war, konstatiert werden kann.
Wenn zum Beispiel ein Geheimdienst eines beliebigen Landes sich herauszufinden bemüht, ob ein rivalisierender Staat Radarstationen auf einer kleinen, unbewohnten Insel besitzt, würde er höchstwahrscheinlich eben diese Beweismethode anwenden. Deshalb würde er den ganzen Beweis in einige grundlegende Bestandteile aufteilen. Beispielsweise würde er zuerst beweisen, dass so eine kleine, unbewohnte Insel existiert, dann würde er beweisen, dass bestimmte radar-ähnliche Installationen existieren, die auf dieser Insel platziert sind, am Ende würde er nachweisen, dass jene Installationen Radarsignale emittieren. Auf diese Weise wäre durch den Erfolg der Teilbeweise die ganze Sache des auf jener Insel befindlichen Radars bewiesen.
Um mit der Anwendung der oben beschriebenen wissenschaftlichen Superpositionsmethode den formellen Beweis zu erzielen, dass der „universelle Intellekt existiert“, genügt es, folgende Teilbeweise zu projektieren, vorzubereiten und mit der bestätigenden Schlussfolgerung zu komplettieren:
1. Die Gegen-Welt existiert.

2. Die Gegen-Welt fängt unaufhörlich jede Information auf, und speichert sie (d.h. sie bewahrt in sich die Software-„Register“ auf, beschrieben im Unterkapitel I5.2).
3. Die Gegen-Welt ist fähig zum effektiven Denken, das Erläuterungen zu den beschriebenen Problemen liefert.
4. Die Gegen-Welt zeigt den Besitz grundlegender Attribute selbstbewusster Intellekte auf.
Beispielsweise zeigt sie den Besitz des „Bewusstseins über die eigene Existenz“ auf, „das Gefühl der eigenen Eigenart“, besitzt seine eigenen „Vorhaben“, „Pläne“, „Verhaltensmethoden“ u.ä. (Das heißt praktisch, dass die Gegen-Welt Träger der Intelligenz/des Intellekts des Typs „universeller Intellekt“ ist.)
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Führen wir also jetzt den Beweisprozess durch. Wir tun das mittels systematischer Aufstellung des empirischen Beweismaterials, das die Teilbeweise für jeden der vorgenannten detaillierten Punkte präsentiert. Während der Durchsicht dieses Beweismaterials muss beachtet werden, dass die Existenz des universellen Intellekts – ähnlich wie alle Dinge, die mit diesem Intellekt zusammenhängen – die Definition einer ursprüngliche Erscheinung erfüllt (die ursprüngliche Erscheinung ist im Unterkapitel H1.1 definiert).
Deshalb muss der Grundsatz „alles ist bewiesen, nichts steht dagegen“ (dieser Grundsatz ist ebenfalls im Unterkapitel H1.1 erklärt), für jeden Teilbeweis, der zur Summe des Beweises führt, dass der universelle Intellekt existiert, durch das ganze ihn bestätigende evidente Material erfüllt sein.
Die Wirkung jenes Grundsatzes in Bezug auf die Teilbeweise, die sich auf den universellen Intellekt beziehen, besitzt den Effekt, dass wenn wir imstande sind, auch nur ein Beispiel des Beweismaterials vorzustellen, dass jedes jener Teilbeweise bestätigt, dokumentiert so ein einzelnes Beweisbeispiel gleichzeitig, dass es kein evidentes Material gibt, dass jenem Beweis entgegenstünde. Darüber hinaus genügt unter Beachtung der Wirkung dieses Grundsatzes jedes einzelne Beispiel des Beweismaterials, das die Richtigkeit des betreffenden Teilbeweises dokumentiert, praktisch für den separaten Beweis.
Natürlich führt der Grundsatz „alles ist bestätigt, nichts steht dagegen“ auch zu ungeordneten Folgen. Eine davon ist, dass praktisch alles um uns herum unaufhörlich die Existenz des universellen Intellekts bestätigt. Deshalb auch verloren wir ob solchen Drucks des allgegenwärtigen Materials, das uns praktisch von allen Seiten umgibt, die Fähigkeit, von diesem Material Notiz zu nehmen, und auch die Fähigkeit zur Schlussfolgerung, wie die Welt um uns herum aussehen würde, wäre sie nicht von einem universellen Intellekt beaufsichtigt und geführt. Deshalb ist in den Teilbeweisen, die jetzt angetreten werden, lediglich das am meisten ins Auge fallende Beweismaterial, dessen Aussage so selbstverständlich und so unmittelbar ist, dass es noch nicht einmal erklärt werden muss, angeführt.
Hier also die detaillierten Beweisbestandteile, die zum summierten Beweis führen, dass der „universelle Intellekt existiert“:
1. Die Gegen-Welt existiert.
Dieser erste der Teilbeweise, der nachweist, dass die „Gegen-Welt existiert“, ist bereits durchgeführt und im Unterkapitel H1.1 präsentiert worden. Das Unterkapitel H1.1 bewies konklusiv, dass das Gravitationsfeld einen dipolaren Charakter hat. Er tat dies mittels Finden und Angabe eines erdrückenden Beweismaterials, das die Existenz der Gegen-Welt dokumentiert. Die Formulierung „des Beweises für die Dipolarität des Gravitationsfeldes“ aus dem Unterkapitel H1.1 ist gleichzeitig der „Beweis für die Existenz der Gegen-Welt“ (und vice versa). Weil der Beweis aus dem Unterkapitel H1.1 in Kraft bleibt und keine Wiederholung erfordert, gehen wir also ohne weitere Diskussion zu den nächsten Beweistätigkeiten über.
2. Die Gegen-Welt fängt unaufhörlich jedwede Information auf und speichert sie.
Der Beweis, dass „die Gegen-Welt unaufhörlich jedwede Information auffängt und speichert“, ist mittels jenes unzählbaren Beweismaterials ausgedrückt, das dokumentiert, dass das Universum faktisch die Realisierung dieser intellektuellen Fähigkeiten demonstriert. Nennen wir hier einige Beispiele des bekanntesten Beweismaterials aus diesem Bereich.
(2a) Richtige ESP-Anweisungen, erhalten durch zahlreiche Menschen.
Ihre Beispiele umfassen die Projektierung technischer Geräte unter Anwendung radiästhetischer Pendel, das Finden unterirdischer Wasseradern mit Hilfe von Karten und Pendeln, Diagnostizierung von Krankheiten und Finden von Medikamenten mittels Trance u.ä. (z.B. siehe Zeichnung I1 und den Inhalt des Unterkapitels I8.2). Diese Anweisungen erreichen unaufhörliche Bestätigungen für die intellektuellen Möglichkeiten des Universums als Ganzes. Sie beweisen nämlich, dass:
(1) der intelligente Teil des Universums unaufhörlich sammelt, aufbewahrt und den Zugang zu jedem Detail eines beliebigen Objektes ermöglicht, inbegriffen Gedanken, Gefühle, Beziehungen, Beobachtungen und andere Daten, die ein privates Geheimnis bestimmter Personen darstellen,
(2) der intelligente Teil des Universums unsere Gedanken analysiert, die darin enthaltenen Fragen versteht und für sie Antworten vorbereitet und diese Antworten den fragenden Personen übermittelt.
(2b) Instinkt der Tiere.
Wie es im Unterkapitel I5.4 erklärt wird, ist der tierische Instinkt das Pendant zum menschlichen ESP. Beispiele umfassen das Finden flacher Wasseradern durch Elefanten ähnlich wie die menschlichen Rutengänger, das Bewusstsein über herannahende Erdbeben bei den Fischen, die Fähigkeit der Hunde zur Rettung ihrer Herren, die Fähigkeit der Katzen, ihre Herren zu finden, die ihre Wohnregion geändert haben – und viele im Unterkapitel I5.4 besprochene Beispiele. Der Fakt, dass der Instinkt existiert und dass er den Tieren erforderliche intelligente Informationen liefert, ist der Beweis für die Fähigkeit der Gegen-Welt zum Auffangen, Speichern und auf Wunsch zur Zugänglichkeit jedweder erforderlicher Informationen.
(2c) Die Tätigkeit des menschlichen Hirns als Sender-Empfänger-Gerät.
Diese Tätigkeit wird im Unterkapitel I5.4 genauer erklärt. Damit unser Hirn auf so eine Art tätig ist und auch, damit wir alle Vorteile aus solch einer Tätigkeit erfahren können (solchen wie das Langzeitgedächtnis, ESP, Unabhängigkeit unseres Bewusstseins von der Existenz des physischen Körpers, Platzierung unserer Identität in unzerstörbaren „Registern“, die in der Gegen-Materie eingeschrieben sind, u.ä.), muss die Gegen-Welt imstande sein, jedwede Information aufzufangen, aufzubewahren und für jede gewünschte Information zugänglich zu sein.
3. Die Gegen-Welt ist fähig zum effektiven Denken, das die Lösung zu betreffenden Problemen liefert.
Der Teilbeweis, dass „die Gegen-Welt fähig ist zum effektiven Denken und dass das Denken die Lösungen der betreffenden Probleme liefert“, ist ebenso bestätigt durch zahlreiche empirische Materialien. Sehen wir einige Beispiele dieses Materials durch:
(3a) Existenz des analytischen ESP.
Eigentlich ist dieses ESP nicht nur als einziges Beispiel des Beweismaterials zu sehen, sondern als ein ganzer Ozean voller Fakten und Erscheinungen, die pausenlos ihren Platz auf unserem Planeten haben, und die mit ihren Ergebnissen praktisch jede Person berühren. Des weiteren beweist der Fakt, dass so etwas wie ein analytisches ESP existiert, das imstande ist, komplexe Probleme zu lösen, um die wir fragen, dass die Gegen-Welt imstande sein muss, den Prozess des effektiven Denkens auszuführen. Zur Veranschaulichung, wie effektiv jenes Denken der Gegen-Welt sein muss, reflektiere die folgenden Beispiele der Probleme, für die ESP fast sofortige Lösungen liefert, und die jedoch im Falle der Lösung durch Menschen eine größere Dosis Anstrengungen, Zeit und Überlegung von hochqualifizierten Fachleuten mit riesiger Erfahrung und bedeutenden Fähigkeiten konstruktiven Denkens erfordern:
– Projektierung neuer technischer Geräte von Anwendung von ESP.
Als Beispiel betrachte die Pumpe von Herrn Plank (beschrieben im Unterkapitel I8.2 und illustriert auf der Zeichnung I1).
– Diagnostizierung komplizierter technischer Geräte unter Anwendung von ESP (z.B. Finden von Mängeln in Autos) und das Finden präziser Gründe ihrer Fehlfunktion (auch im Unterkapitel I8.2 beschrieben).
– Diagnostizierung von Krankheiten und Verschreibung von natürlichen Medikamenten, die effektiv diese Krankheiten heilen. Als Beispiel betrachte das ESP von Edgar Cayce (1877-1945), der mit Hilfe von ESP effektive Medikamente verschrieb; er ist der Gründer der berühmten „Edgar Cayce Foundation“ aus Phoenix, Arizona, USA – siehe das Buch [1I5.1] von David St. Clair, “Psychic Healers” (Bantam Books, New York, 1979, ISBN 0-553-02056-0), Seiten 297-317.
(3b) Wirken von Aberglauben.
Der Fakt allein, dass Aberglaube sich für die bewahrheitet, die an ihn glauben, und dass sie für solche Menschen eine tiefgründige Quelle der Information und Warnungen über Ereignisse, die eintreten sollen, darstellen, beweist, dass die Gegen-Welt zum effektiven Denken fähig ist und dass sie all denjenigen Personen Warnungen erteilt, die sich um solche Warnungen an sie wenden und die später ihren Inhalt ernst nehmen, wenn sie ihnen übermittelt werden. Mehr zum Thema Aberglaube ist im Unterkapitel I5.4 dieser Monografie enthalten.
(3c) Intelligentes Verhalten der Tiere.
Die verschiedensten Tiere demonstrieren von Zeit zu Zeit ihre Fähigkeit zur Lösung sehr komplexer Probleme, die in einigen Fällen so kompliziert sind, dass sie die menschlichen Fähigkeiten zur ihrer Lösung übersteigen. Zahlreiche Beispiele solchen intelligenten Verhaltens von Tieren wird im Unterkapitel I5.4 – siehe dort Punkt #4I5.4 – besprochen und dokumentiert. Allein der Fakt ihrer Existenz beweist, dass die Gegen-Welt die Fähigkeit zum Denken und Lösen von Problemen besitzt, sie jedoch in kritischen Situationen die Lösung für einige wesentliche Probleme zeitweise den Menschen mittels Verhalten der ihnen unterlegenden Tiere übermittelt.
(3d) Intelligentes Verhalten der Elementarteilchen.
Es wurde schon mit zahlreichen Experimenten der institutionellen orthodoxenWissenschaft bewiesen, dass die Elementarteilchen sich intelligent verhalten. Dieses ihr intelligentes Verhalten zeugt von der Begabung der Gegen-Welt zum effektiven Denken.
4. Die Gegen-Welt weist den Besitz grundlegender Attribute selbstbewussten Intellekts auf.
Es gibt eine Fülle von Beweismaterial, das dokumentiert, dass „die Gegen-Welt den Besitz grundlegender Attribute selbstbewussten Intellekts aufweist“. Sehen wir jetzt die interessantesten Beispiele dieses Materials durch:
(4a) Existenz von Moralpolen.

Der Leser hat sicher bemerkt, dass unser Universum so definiert ist, dass in ihm zwei deutlich gegensätzliche Moralpole existieren, d.h. der „moralische“ Pol und der „unmoralische“ Pol. Zahlreiche Methoden zur Klassifizierung unserer Handlungen zu einem dieser beiden Pole, die bereits durch den Totalizmus ausgearbeitet worden sind, wurden im Kapitel JA beschrieben. Alles, was wir tun, gehört nur zu einem dieser Pole (und niemals zu beiden Moralpolen auf einmal). Wenn man jedoch die erforderlichen Bedingungen für die Existenz einer solch deutlichen moralischen Polarität betrachtet, dann zeigt sich, dass sie nur dann existieren kann, wenn das Universum von irgendeinem Intellekt mit den Eigenschaften eines sich selbstbewussten universellen Intellektes regiert wird. Nur dann nämlich kann ein einheitliches moralisches Vorhaben hinter allem existieren, was sich in unserem Universum tut.
Es existiert ein riesiges Pool an Beweismaterialien, die die Existenz von zwei gegensätzlichen moralischen Polen dokumentieren. Beispielsweise werden sie bestätigt durch unsere Annahme jeder Handlung (d.h. jede Handlung, die uns mit ihren Effekten berührt, ist deutlich von uns angenommen als moralische Handlung, oder auch als unmoralische Handlung), durch die Konfiguration des moralischen Feldes, durch die in den Unterkapiteln JA5.3, JB6 und JC11.1 beschriebenen Gesetze, die den Durchfluss der moralischen Energie regieren, durch das konsistente Wirken der Moralgesetze, durch den Fakt, dass sich zu allen Handlungen ein „Grundsatz der Einmütigkeit“ – beschrieben im Unterkapitel JA2.1 (d.h. dass alle diese Handlungen einmütig als „moralisch“ oder als „unmoralisch“ durch alle existierenden Moralgesetze, die ihn betreffen, definiert sind), durch den Fakt, dass das menschliche Handeln entweder zur Kategorie der totaliztischen guten Tat oder zur Kategorie der totaliztischen Sünde gehört oder auch durch den Fakt, dass die Handlungen, die unmoralisch sind, immer im Gegensatz zu denen stehen, die moralisch sind.
Folge davon ist, dass wenn beispielsweise jemand eine große Sammlung menschlicher Taten in zwei Kategorien klassifiziert: (1) Handlungen, die zum moralischen Pol gehören und (2) Handlungen, die zum unmoralischen Pol gehören, dann zeigt sich, dass sich unter den Handlungen, die zu demselben moralischen Pol gehören, keine Handlungen finden lassen, die zueinander gegensätzlich wären, dafür aber Handlungen, die zu einem der moralischen Pole gehören, deutlich gegensätzlich sind zu den Handlungen, die zum anderen / gegensätzlichen/ moralischen Pol gehören. Wenn man sich hingegen das Universum mit fehlendem es regierenden Intellekt vorstellt, dann müsste alles in ihm Chaos sein und es könnten in ihm keinerlei klare moralischen Pole auftreten. Daher, wenn man in so einem gottlosen Universum zusammen einen großen Pool von Handlungen sammeln will, die zu einem identischen moralischen Pol gehören, dann dürften unter diesen Handlungen in einem Universum, in dem der ihn leitende Intellekt fehlt, keinerlei Ordnung existieren.
In so einem chaotischen Universum also müssen viele Paare von Handlungen zu finden sein, in denen zwar beide zu demselben moralischen Pol gehören würden, sie aber  zueinander gegensätzlich wären. Gleichzeitig müsste es in so einem Chaosuniversum möglich sein, dass zwei identische Handlungen, ihrer Identität zum Trotz und trotz ihrer Realisierungen in identischen Umfeldbedingungen, sich zu zwei verschiedenen moralischen Polen zählen ließen (d.h. eine zum moralischen Pol, die andere dagegen zum unmoralischen Pol). Zusammenfassend ist die moralische Polarität einzig möglich, wenn das Universum durch eine Art selbstbewussten universalen Intellekts regiert wird. In einem chaotischen Universum könnten dieselben Handlungen gleichzeitig moralisch und unmoralisch sein.
(4b) Existenz und Wirken der Moralgesetze.
Einer der am einfachsten zu gewinnenden Beweise für die Existenz des universellen Intellekts geht aus den sogenannten Moralgesetzen hervor, die im Unterkapitel I4.1.1 besprochen werden. Wenn jemand jene Gesetze analysiert, muss er unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass, damit sie sich im menschlichen Leben erfüllen könnten, sich hinter ihrem Wirken irgendein allwissender und allmächtiger Intellekt verbergen muss, der den Verlauf der Zeit kontrolliert. Eine der Definitionen der Moralgesetze, besprochen im Unterkapitel I3.6, stellt fest, dass sie einfach konsistente Grundsätze des Auftretens des universellen Intellekts sind. Damit die Moralgesetze arbeiten, muss irgendein allmächtiger Intellekt die zukünftigen Schicksale der betreffenden Menschen, Menschengruppen und ganzer Gesellschaften so lenken, dass die Ereignisse, die sie in der Zukunft berühren werden, zur Erfüllung ihres Karmas werden, das in der Vergangenheit generiert wurde. (Bzw. damit ihre Zukunft eine Antwort der Moralgesetze auf die Aktionen repräsentiert, die die Personen, Gruppen oder Gesellschaften in der Vergangenheit annahmen.) Des weiteren belegt die Erfüllung jener Anforderung der Übereinstimmung der zukünftigen moralischen Aktionen/Antworten mit den sie herausfordernden vergangenen Aktionen, mit dem Erfordernis, dass die Schicksale der Menschen auf berechnende und logische Weise durch den allkönnenden Intellekt und nicht auf ziellose und chaotische Weise durch unkoordinierte Zufälle gestaltet werden. Praktisch bedeutet das, dass die Moralgesetze nur dann arbeiten können, wenn der universelle Intellekt existiert. Aus diesem Grund, um zu beweisen, dass der universelle Intellekt existiert und alles auf berechnende, planmäßige Art beeinflusst, genügt es zu beweisen, dass die moralischen Gesetze in der Praxis wirken.
Dieser Beweis dagegen für das Wirken der Moralgesetze ist eher einfach zu erreichen. Beispielsweise stellt er die empirischen Fakten dar, die jeder durch objektives und unparteiisches Beobachten und Analysieren des Lebens einiger ihm bekannter Personen, deren Verhalten ihm bekannt ist und er deshalb im Verhältnis zu ihnen objektiv einschätzen kann, ob die Moralgesetze im Verhältnis zu ihnen wirken oder auch nicht, sammeln kann. Wie ich das im Unterkapitel I4.1 beschrieben habe, führe ich schon mehr als 20 Jahre diese Art Beobachtungen und Analysen durch und in ihrem Ergebnis werde ich pausenlos in der Überzeugung bestätigt, dass die Moralgesetze faktisch wirken. Ebenso kann jeder Mensch für sich selbst solch einen Beweis durch persönliche und individuelle Beobachtung einer ihm gut bekannten Person durchführen. Diese persönliche Art des Beweisgewinns für die Wirkung des universellen Intellekts durch Bestätigung der Wirkung der Moralgesetze, besitzt eine große praktische Bedeutung für die Leser als Individuum. Es ermöglicht ihnen nämlich, einfach und schnell ihre eigenen/ persönlichen Beweise für die Existenz jenes Intellekts zu finden, unabhängig davon, was zu diesem Thema die orthodoxe Wissenschaft feststellen wird. (Dann, leider, kann es in der Situation, wenn die Wissenschaft durch die parasitäre Philosophie beherrscht wird, und wenn betreffende Wissenschaftler mehr mit der Suche nach materiellen Gütern beschäftigt sind als mit der Suche nach der Wahrheit, sehr viel Zeit kosten, bevor die Wissenschaft irgendeinen offiziellen Standpunkt einnimmt, selbst wenn sie ihn schon einnimmt, muss er noch lange nicht mit der Wahrheit übereinstimmen.)
Natürlich existiert unabhängig von diesen individuellen persönlichen Beweisen auch ein riesiges Beweismaterial, das auch bestätigt, dass die Moralgesetze in der Praxis wirken. Die sichtbarste Kategorie dieses Materials ergibt sich aus der Existenz und dem Wirken des Moralfeldes. Es ist leicht nachzuweisen, dass das Moralfeld existiert, da dieses Feld nämlich alles schwer durchführbar macht, was moralisch ist und fordert, dass im „moralischen“ Verhalten immer ein bemerkenswerter Aufwand enthalten ist. (Es lässt sich auch leicht theoretisch schlussfolgern, dass eben solch eine Gestalt des Moralfeldes die einzige Gestalt ist, die zutreffend und logisch ist, führt sie doch zur unaufhörlichen Vervollkommnung jedes Intellekts.) Des weiteren, wenn solche konsistenten Moralfelder existieren, dann müssen die Moralgesetze auch existieren.
Eine weitere Gruppe von Beweismaterial für die Existenz der Moralgesetze ergibt sich aus der Existenz der moralischen Energie und des Nirwanas. Wenn sich das Nirwana auf berechnende Weise durch die Erfüllung der Moralgesetze erreichen lässt, müssen auch jene Moralgesetze existieren, aus denen es hervorgeht.
Eine weitere große Beweisgruppe für die Existenz der Moralgesetze ergibt sich aus den verschiedensten Religionen. Die Existenz dieser Gesetze ist in der Essenz der Religionen eingeschrieben – z.B. wurden sie in die Essenz des Christentums chiffriert. Am Ende sind die Moralgesetze aus verschiedensten Quellen bestätigt worden, z.B. dem Volkswissen, Märchen mit der sog. Moral, Sprichwörtern der verschiedensten Völker, gesellschaftlichen Bewegungen, ökonomischen und sozialen Gesetzen, Feststellungen und Grundsätzen des Totalizmus u.ä. Natürlich existieren unabhängig von den oben benutzten auch weitere Methoden des formellen Beweises, dass die Moralgesetze faktisch existieren und wirken, aber auch weitere Arten von Beweismaterial, das ihre Existenz und ihr Wirken dokumentiert. Weitere Beispiele dieser Methoden und des Beweismaterials sind im Unterkapitel I4.1 berührt.
(4c) Die Existenz der Sprache ULT (Universal Language of Thoughts).
Wie sich zeigt, stellt die experimentelle Bestätigung der Existenz – beschrieben im Unterkapitel I5.4 – der Sprache ULT einen Beweis für die Existenz und das Wirken des universellen Intellekts dar. Um eine entsprechende logische Schlussfolgerung zu ziehen, kann die Sprache ULT nur dann existieren, wenn auch der universelle Intellekt existiert, der seine Denkprozess in dieser Sprache ausführt und der sie zur Kommunikation mit ihm unterlegenen Intellekten benutzt. Des weiteren dokumentiert der Fakt der Existenz der Sprache ULT bereits jetzt eine Reihe von empirischen Beweisen. Am überzeugendsten von ihnen ist die Führung telepathischer Gespräche zwischen Menschen und den UFOnauten (d.h. wenn nicht die Sprache ULT existieren würde, wären die UFOnauten, die aus entfernten Sternensystemen kommen, nicht imstande sich telepathisch mit den Menschen zu verständigen – siehe Traktat [7/2].
Ein anderes Beweismaterial, welches die Existenz der Sprache ULT bestätigt, ist: die Fähigkeit einiger Menschen zur telepathischen Kommunikation mit Tieren, Insekten und teilweise sogar mit Pflanzen (einige Beispiele dieser Kommunikation sind im Unterkapitel I5.4 besprochen), das volle Bewusstsein der Existenz der Sprache ULT bei Menschen, die kürzlich ihren Wohnsitz ins Ausland verlegten und sofort die neue Sprache beherrschten, und auch die logische Schlussfolgerung zum Thema dieser Sprache, die durch einige Wissenschaftler gezogen wurde, die an der künstlichen Intelligenz arbeiteten (z.B. Noam Chomsky, 1950). Ein sehr starker Beweis für die Existenz der Sprache ULT ist die Möglichkeit des Baus von Geräten zur telepathischen Übermittlung, die einen unmittelbaren Austausch der Gedanken zwischen dem Geist /Geist im Sinne Intellekt / unterschiedlichster Schöpfung gestatten.
Wenn man die Sache logisch betrachtet, muss man den Fakt, dass der Bau telepathischer Geräte möglich ist (oft beispielsweise benutzt von den UFOnauten zur Verständigung mit den Erdenbürgern – z.B. siehe Kapitel T der Monografie <1/3>, und letztens auch für den Bau auf der Erde vorgeschlagen – siehe Traktat <7/2>-, als Beweis für die Existenz von ULT anerkennen.
Es besteht die Möglichkeit einer einfachen logischen Schlussfolgerungskette, die aufzeigt, dass wenn so etwas wie ULT existiert, dann auch ein universeller Intellekt existieren muss. Berühren wir hier diese Kette. Wenn so etwas wie ULT existiert, dann muss die Gegen-Materie existieren durch welche sich die Informationen telepathisch propagieren, die in dieser Sprache angewiesen sind. Jedoch jene Gegen-Materie wäre nicht imstande für sich so eine Sprache auszuarbeiten, wenn sie nicht imstande wäre zu denken.
Deshalb dokumentiert die Existenz dieser Sprache die Denkprozesse, die von der Gegen-Materie erfüllt werden. Am Ende, damit die Möglichkeit der Formulierung einer solchen Sprache existiere, muss ein universeller Intellekt existieren, der seine Pläne und Ziele besitzt, und der sie auch zur Kommunikation mit ihm unterlegenen Intellekten nutzt. Deshalb auch bedeutet die Existenz von ULT, dass auch der universelle Intellekt existiert, der diese Sprache ausgearbeitet hat und sie zur Kommunikation mit allen anderen das Universum bewohnenden Intellekten anwendet.
(4d) Der intelligente Aufbau des Universums.
Für die Personen mit wissenschaftlichen Neigungen und dem Hang zur Theoretisierung gibt es auch eine Möglichkeit der Beweisführung für die Existenz des selbstbewussten universellen Intellekts, gestützt vom intelligenten Aufbaus des Universums. Personen, die sich gleichzeitig in einigen verschiedenen Disziplinen auskennen, können sich leicht davon überzeugen, dass unser Universum auf ungewöhnliche Art logisch, intelligent und zielorientiert aufgebaut ist, dass sogar viele seiner Komponenten den Besitz einer eigenen Intelligenz aufweisen.
Beispielsweise ist die Intelligenz der Elementarteilchen schon lange entdeckt, die Radiästheten wissen, dass das Pendel antwortet und die Wünschelruten sind intelligent, bekannt sind eine Reihe von Varianten von ESP, die die Intelligenz demonstrieren, Tiere weisen Intelligenz auf und die Fähigkeit, Probleme zu lösen, die sogar für viele Menschen zu schwer zu lösen sind, es existiert eine intelligente moralische Energie, die in den Unterkapiteln JB3.3 und I4.3 beschrieben ist, aber deren Vorrat sich nur vergrößert, wenn jemand moralisch richtige Handlungen begeht, usw. u.ä.
Darüber hinaus manifestiert sich die Zielgerichtetheit und Intelligenz des Aufbaus und des Wirkens des Universums auf vielfältigste Art, beispielsweise durch den Fakt, dass alles in ihm symmetrisch ist, dass alles dem im Unterkapitel I4.1.1 beschriebenen „Grundsatz der Zweipoligkeit“ unterliegt (d.h. dass sich für nichts nur Positives gestalten lässt ohne gleichzeitige Gestaltung des Negativen), dass alles in ihm sich mit einigen unterschiedlichen Methoden erreichen lässt, dass alle Lebewesen einen freien Willen besitzen – was wiederum erzwingt, dass kein Ereignis im Universum absolut sicher, unerschütterlich und eindeutig sein kann, aber in sich ein bedeutendes Prozent Unbestimmbarkeit beinhalten muss (siehe „Kanon der Uneindeutigkeit“, besprochen im Unterkapitel JB7.4 und im Unterkapitel I3.5 erwähnt) usw.
(4e) Nahtod-Erfahrungen (near-death experience – NDE).
Viele Personen, die nach der Erfahrung des klinischen Todes zum Leben zurückkehrten, erinnern sich an ihren Eingang in die andere Welt und berichten von ihren dortigen Gesprächen mit einem übergeordneten Wesen. In der Mehrheit dieser Berichte ist jenes Wesen keinesfalls durch eine Figur (Menschen) repräsentiert, sondern durch einen Strahl kräftigen Lichts, das aus unendlicher Entfernung auf den betreffenden schien. Aus den NDE-Berichten schien der Lichtstrahl den universellen Intellekt (Gott) zu repräsentieren. Es existieren auch NDE-Berichte, die spezifisch Gott beschreiben als eine denkende Substanz, von blauer Farbe, die alle sich dort befindenden Menschen von allen Seiten umgibt. Eine dieser Beschreibungen Gottes als blaue denkende Substanz kommt aus der Erfahrung des Nahtodes (near-death experience) eines indischen Mädchens namens Durdana, die 1968 durch den klinischen Tod ging. Ihr Bericht, illustriert mit einer bunten Zeichnung der Gegen-Welt, ist im Buch <1I3.3> von Peter Brookesmith (Editor), “Life after Death”, Orbis Publishing Ltd., London 1984, ISBN 0-85613-613-1, Seiten 202 bis 205, publiziert.
(4f) Religiöse Beweise.
Die Vielfältigkeit des religiösen Beweismaterials, das die Existenz des selbstbewussten universellen Intellekts (Gott) bestätigt, wäre schwer in einem noch so großen Buch unterzubringen. Daher müssten sich die Leser, die diese Art Beweismaterial durchsehen möchten, sich mit zahlreichen Büchern bekannt machen, die Wunder, Offenbarungen, Blendungen /Bezauberungen/ und andere religiöse Erscheinungen, die in praktisch jeder Religion verzeichnet sind – siehe Unterkapitel I3.5. In einigen Ländern, z.B. Malaysia, ereignen sich faktisch jedes Jahr verschiedene Wunder. Mit einem bisschen Glück und guten Willen, kann man bei Besuchen dieser Länder sie mit eigenen Augen sehen. Es ist auch wert zu bemerken, dass unabhängig von den ungewöhnlich spektakulären religiösen Ereignissen, an denen zahlreich Personen teilnehmen, auch intime Erfahrungen dieser Art existieren, durchlebt von fast jeder Person und akkumuliert durch fast jede Familie.
Um sie jedoch wahrzunehmen, ist es notwendig, sich bewusst zu machen, dass übereinstimmend mit dem Konzept der Dipolaren Gravitation (und daher auch mit dem Totalizmus) so etwas wie ein reiner Zufall nicht existiert, sondern dass das, was wir mit diesem Wort faktisch umschreiben, eine offensichtliche Intervention von jemandem – z.B. des universellen Intellekts, in unser Leben repräsentiert. Daher besitzt alles, was uns begegnet, eine Ursache-Wirkung-Verbindung mit dem ganzen Rest unseres Lebens – siehe auch Unterkapitel A3 und I4.1.1.
Schlussfolgerung.
Weil die obige Zusammenstellung des Beweismaterials und der logischen Schlussfolgerungen effektiv die Wahrheit jedes der postulierten Teilbeweise bestätigt, und auch, weil das existierende Beweismaterial den Grundsatz „alles ist bestätigt, nichts spricht dagegen“ erfüllt, wurde der hier unternommene Beweis erfüllt. Das berechtigt uns zur zusammenfassenden Schlussfolgerung, dass die Existenz des universellen Intellektes formell bewiesen wurde.
Der formelle Beweis der Existenz des universellen Intellekts bringt viele praktische Folgen mit sich. Um sich hier die in ihren Ergebnissen wichtigsten dieser Konsequenzen bewusst zu machen, so erhellt der Beweis für die Existenz des universellen Intellekts gleichzeitig, dass:
1. Die Moralgesetze, die durch jenen universellen Intellekt aufgestellt wurden, mit voller Sicherheit existieren und wirken – genau wie sich der Totalizmus bemüht, dies zu erklären.
2. Der universelle Intellekt keinen anderen Ausweg besitzt als ohne Rücksicht den Gehorsam der Menschen abzufordern, der sich durch die pedantische Erfüllung jener Moralgesetze manifestiert.
3. Der universelle Intellekt von der Definition seiner Rolle her keinen anderen Ausweg besitzt als streng und rücksichtslos Strafen auszuführen, die in die Moralgesetze für alle diejenigen eingeschrieben sind, die sie brechen oder umgehen. Die einzige Manövriermöglichkeit, die dieser Intellekt immer besitzt, das ist die erzieherischste Zeit, „wann“ er die Ausführung dieser Strafen herbeiführt.
4. In unserem lebhaften Interesse liegt, möglichst schnell die Philosophie des Totalizmus zu adaptieren, die uns lehrt, wie pedantisch man in seinem Leben die Moralgesetze erfüllen soll, um uns auf diese Weise vor den Strafen für ihr Brechen zu schützen.


=> I3.3.2.
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